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Stadt Wolfsburg So setzt sich Wolfsburg für die Umwelt und den Klimaschutz ein
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So setzt sich Wolfsburg für die Umwelt und den Klimaschutz ein
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09:33 05.06.2019
Auch wenn die meisten Insekten sehr klein erscheinen mögen, sie sind enorm wichtig für die Natur und die Versorgung des Menschen. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Weltweit gehen junge Menschen immer freitags auf die Straße, um unter dem Motto „Fridays for Future“ gegen die ihrer Meinung nach verfehlte Klimapolitik zu demonstrieren. Umweltschutz bedeutet, dass wir mit unserer Erde und unserer Umwelt nachhaltig umgehen. Nur so können wir alle noch lange und gut auf ihr leben. Daran erinnert auch der weltweite „Tag der Umwelt“ am 5. Juni.

Tag wird in Deutschland seit 1976 gefeiert

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. In Deutschland wird dieser Tag seit 1976 gefeiert.

Das Motto in diesem Jahr lautet: „Insekten schützen – Vielfalt bewahren!“ Denn: Der Bestand und die Artenvielfalt der Insekten in Deutschland, aber auch weltweit, gehen immer weiter zurück. 42 Prozent aller Insektenarten ist bereits als gefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben eingestuft, heißt es beim Bundesumweltministerium.

Ökosystem ist auf Insekten angewiesen

Auch wenn die meisten Insekten sehr klein bis winzig erscheinen mögen, sie sind enorm wichtig für die Natur und die Versorgung des Menschen. Das Ökosystem ist auf ihre Arbeit angewiesen. Um den vielfältigen Ursachen für das Insektensterben entgegenzuwirken erarbeitet das Bundesumweltministerium auch aktuell das „Aktionsprogramm Insektenschutz“, das bis Sommer 2019 beschlossen werden soll.

Klimaschutz-Challenge ins Leben gerufen

Umweltschutz beginnt aber schon im eigenen Umfeld. „Wir müssen etwas tun!“ Dies sagen auch immer mehr junge Menschen in der Region, die für den Klima- und Umweltschutz auf die Straße gehen. Auch die drei Tageszeitungen PAZ, AZ und WAZ sind bei diesem am Start und haben gemeinsam die Klimaschutz-Challenge #EsIstUnsErnst ins Leben gerufen.

Mitmachen beim Klimaschutz

Du willst an unserer Aktion #EsIstUnsErnst teilnehmen? Nichts einfacher als das. Folge einfach diesen drei Schritten, um dein Projekt, deine Aktion oder dein Engagement vorzustellen:

1. Klicke zunächst auf www.esistunsernst.de und registriere dich dort.

2. Nach erfolgter Registrierung navigierst du bitte auf der Startseite zum Menüpunkt „Artikel erstellen“.

3. Dort findest du eine Artikel-Maske, die du ganz einfach ausfüllen kannst: Gib dem Artikel eine Überschrift, füge deinen Text ein, lade ein Artikelbild hoch und wähle in einer Liste einen Ort aus, an dem der Text später zu finden sein soll. Fertig.

Nachdem du deinen Artikel erstellt und losgeschickt hast, erhältst du eine kurze Nachricht. Wir werden den Text umgehend prüfen und veröffentlichen.

Jungen Menschen aus der Region wird im Internet unter www.esistunsernst.de eine eigene Plattform zur Verfügung gestellt, auf der sie zeigen können, dass sie auch in ihrem Alltag ganz konkret etwas für den Umweltschutz tun. Mitmachen ist ganz einfach: Jeder zwischen 12 und 22 Jahren kann auf www.esistunsernst.de sein persönliches Umwelt-Projekt mit Texten, Fotos und Videos vorstellen.

Wolfsburg hat dieses Jahr 6,5 Hektar Blühwiesen angelegt

In der „Wolfsburger Agenda 21“ engagieren sich Bürger, Verbände, Politik und Stadtverwaltung in Sachen Natur und Artenschutz. „im vergangenen Jahr haben die Umweltverbände über die städtische Agenda 21 einen Wettbewerb gestartet, bei dem der insektenfreundlichste Garten gesucht wurde“, erklärt Michael Kühn vom Naturschutzbund (Nabu) Wolfsburg.

24 Preisträger

Insgesamt 24 Preisträger wurden ausgezeichnet. „Die Stadt Wolfsburg hat in diesem Jahr 6,5 Hektar Blühwiesen angelegt.“ Um das Rathaus in Wolfsburg habe Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) persönlich Insektenpflanzen eingesetzt.

Keine Insektizide oder Pestizide

„Bereits in den vergangenen Jahren wurde beschlossen, dass in sämtlichen Grünanlagen der Stadt Wolfsburg, die durch den Geschäftsbereich Grün gepflegt werden, keine Insektizide oder Pestizide verwendet werden“, führt Stadtsprecherin Monia Meier aus.

Weil jedoch nicht nur auf derartige Stoffe verzichtet werden soll, sondern man aktiv etwas für eine bienenfreundliche Umgebung machen will, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Sommerblumen- und Wildblumenaussaaten vorgenommen. „Auch die angelegten Ausgleichs- und Ersatzflächen bieten durch die hier vorliegenden Bedingungen Bienen und Co. ein positives Lebensumfeld“, betont Meier.

Insektenfreundliche Anpflanzungen

Neben den bereits umgesetzten Projekten sollen zahlreiche insektenfreundliche Anpflanzungen umgesetzt werden. „Hierzu zählt neben diversen Anpflanzungen von insektenfreundlichen Sträuchern auch das Anpflanzen von insektengeeigneten Kräuterbeeten vor dem Rathaus“, schildert die Sprecherin. Darüber hinaus werden insektenfreundliche Aussaaten im Straßengrün sowie in Mittelstreifen vorgenommen.

Ferner ermögliche der „Geschäftsbereich Grün“ den Imkern, einen Teil der hierfür geeigneten städtischen Grünflächen zu pachten und dort Bienenbeuten aufzustellen. Außerdem wird Wolfsburg am „Tag der StadtNatur“ im September teilnehmen.

Erhalt von Totholz und Höhlenbäumen

Die Problematik des Insektensterbens stelle sich im Wald – speziell im Wald mit Strukturen vergleichbar mit dem Stadtforst – nicht. „Hierzu trägt bei, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln höchst selten und nur nach sorgfältiger Abwägung erfolgt“, erklärt Meier. Zudem werde im Rahmen des Programmes zur „Langfristigen ökologischen Waldentwicklung“ (Löwe) die Erhaltung von Totholz sowie Höhlenbäumen – die vielen Insektenarten einen Lebensraum bieten – sichergestellt. Die Förderung der Baumartenvielfalt gehöre auch dazu.

„Warme“ Plätze geschaffen

Speziell im Stadtforst werde auf den Erhalt oder auch die Anlage von Freiflächen wie Wiesengeachtet. Durch die Sonne würden solche „warme“ Plätze eine deutlich höhere Artenvielfalt aufweisen, als beschattete „kühle“ Bereiche. Insekten profitieren hiervon besonders. Wiesen im Wald werden nicht gedüngt.

Zusammen mit regelmäßiger Pflege durch Mahd und Nutzung des Heus erhöhe sich deren Artenvielfalt in der Pflanzenvegetation.

Von Jan Tiemann

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