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Stadt Wolfsburg Darum geht’s bei der Mai-Demo der IG Metall
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Darum geht’s bei der Mai-Demo der IG Metall
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00:21 27.04.2019
Für Solidarität und eine gerechte Arbeitswelt: Auch in diesem Jahr zieht der Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus zum Rathausplatz. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Für Solidarität und Gerechtigkeit: Die IG Metall Wolfsburg bereitet sich zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf die Kundgebung am 1. Mai vor. Dieses Mal steht die Veranstaltung ganz im Zeichen Europas. Auch Ex-DGB-Chef Michael Sommer wird dann sprechen.

Bessere Arbeitsbedingungen, Tarifbindung, Mindestlöhne und Gleichberechtigung

Europa. Jetzt aber richtig!“ ist daher der Slogan, unter dem dieses Jahr demonstriert wird. „Jetzt aber richtig!“ – heißt das, bislang lief es falsch? Nein, aber: „Viele Menschen erleben, dass Marktinteressen den Vorrang vor sozialen Belangen haben“, erläutert Michael Kleber, Geschäftsführer des DBG Südostniedersachsen. Aus diesem Grund richten sich die Forderungen der Gewerkschaften klar an ein gerechteres Europa: Standards für gute Arbeitsbedingungen, mehr Tarifbindung und anständige Mindestlöhne stehen ebenso auf der Liste wie die europaweite Gleichstellung von Männern und Frauen.

Organisieren die Demo: Michael Kleber vom DGB (2.v.r.) mit Olaf Winkler, Matthias Disterheft, Wolfgang Kuznik, Ina Stolzenburg, Hartwig Erb, Ricarda Bier, Erkan Ayhan von der IG Metall Wolfsburg Quelle: Frederike Müller

Bei aller Kritik sind IGM und DGB aber einig: „Europa ist eine Erfolgsgeschichte“, so Kleber. Diese Gemeinschaft gelte es zu schützen: „Der Brexit zeigt, wohin es führt, wenn die Populisten die Oberhand gewinnen, die zwar Ängste schüren, aber keine Zukunftskonzepte haben.“

Auch beim Umstieg auf E-Autos: „Beschäftigung stabil halten“

IG-Metall-Chef Hartwig Erb, der neben dem ehemaligen Bundesvorsitzenden des DGB, Michael Sommer, am 1. Mai sprechen wird, ergänzt Punkte, die besonders für Wolfsburg wichtig sind: Von der EU erwartet er auch bessere Kommunikation, zum Beispiel bei den Klimazielen: „Wir brauchen eine Agenda für die Nationalstaaten: Wie kommen wir dahin?“ Außerdem müssten die Arbeitnehmer geschützt werden: Auch wenn E-Autos weniger Produktionsarbeit mit sich brächten, müsse man „die Beschäftigung stabil halten“.

Wird ebenfalls auf dem Rathausplatz sprechen: Ex-DGB-Chef Michael Sommer Quelle: Rainer Surrey

Mit diesen Forderungen bricht der Demonstrationszug am Mittwoch um 10 Uhr am Gewerkschaftshaus auf. Um 11 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Rathausplatz.

Unterhaltungsprogramm rund um die Demo

Rund um die Reden hat die IG Metall auch dieses Jahr wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm organisiert: Wenn der Demonstrationszug um 10 Uhr am Gewerkschaftshaus startet, begleiten ihn die „Zappen.Duster.Band.“ und die IG-Metall-Sambagruppe „Simon Bolivar“. Bei der Ankunft am Rathausplatz eröffnet der DGB-Spielmannszug „Gilde“ das Programm.

Nach den Reden übernimmt die Band „Rollin’ Dice – life’s a gamble“ die Bühne. Rund herum gibt es Hüpfburgen und Kinderbetreuung, Essen und Trinken sowie Infostände von Vereinen und Institutionen.

Zum ersten Mal marschiert ein Pflegeblock mit

Dort ist zum ersten Mal auch das Wolfsburger Pflegebündnis dabei. An einem eigenen „Pflegenot-Stand“ bieten die Pflegekräfte Informationen und kleine Vorbeugungen gegen Unterzuckerung an.„Gesellschaftsarbeit – zu welcher auch die Pflege zählt – ist Gemeinschaftssolidarität in reiner Form“, so Simona Netz. Sie hat deshalb einen Pflegeblock organisiert, der ebenfalls bei der Demo mitzieht, „um auf die prekäre Situation beruflich Pflegender und der Menschen mit Pflegebedarf weiterhin und lautstark aufmerksam zu machen“.

Von Frederike Müller

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