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Stadt Wolfsburg Täter auf Intensivstation: Polizei hält Wache
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Täter auf Intensivstation: Polizei hält Wache
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00:16 20.02.2016
Interview fürs Fernsehen: Kamerateams befragten Patienten und Personal. Quelle: Roland Hermstein
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„Der Täter liegt auf der Intensivstation, zwei Polizisten bewachen ihn vor der Tür“, sagt eine Schwester. Das wisse sie sicher. Ihre weiteren Erkenntnisse hat sie nur vom Hörensagen: „Der Täter wollte sich wohl hinterher selbst umbringen, stach sich das Messer in die Brust. Und sein Opfer hat er mitten ins Herz getroffen.“

Manfred Wolkowski war am Montag gerade im Reha-Zentrum, als er die aufgeregten Rufe hörte: „Da liegt einer an der Bushaltestelle, wohl ein Schwächeanfall.“ Als der 62-Jährige selbst aus dem Fenster schaute, war ihm sofort klar: „Da ist etwas ganz anderes passiert, sonst wäre die Polizei nicht da. Aber was wirklich los war, wusste ja noch keiner“ Am Boden sah er eine Person liegen, eingehüllt in eine metallene Wärmedecke - wohl der mutmaßliche Messerstecher.

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Elektriker Bernd Gronemann gibt bereitwillig Auskunft vor der Fernsehkamera, berichtete, was er selbst gesehen hat: „Rettungswagen, ganz viel Polizei dazu.“ Dass es eine Bluttat gab, spricht sich sofort herum. Was Gronemann schnell realisiert: „Plötzlich glaubt jeder, etwas zu wissen, setzt noch einen drauf. Zum Schluss hieß es, der Täter wollte den Rentner ausrauben.“

Tamer Bilgic kommt am Dienstag als neuer Patient ins Haus: „Ich lasse mich jetzt zum dritten Mal hier behandeln, ich war immer zufrieden.“ Sein Sohn hatte die Meldung von der Bluttat schon früh online in der WAZ gelesen, ein mulmiges Gefühl hat der 48-Jährige trotzdem nicht: „Das ist bitter, aber das kann jeden überall treffen.“ In seinen Augen sei das Klinikum stets patientenfreundlich, schnell, korrekt: „Was hier passiert ist, ist ein Einzelfall. Das darf nicht auf das Krankenhaus abfärben.“

fra

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