Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg THG-Schüler im „Freundschaftstempel“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg THG-Schüler im „Freundschaftstempel“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 30.09.2019
Pia Zaruba (von rechts), Hannah Siegmann und Anneke Proske haben an dem Kunstprojekt teilgenommen. Quelle: Robert Stockamp
Nordstadt

Selbstdarstellung ist in Zeiten Sozialer Medien allgegenwärtig. Die digitalen Bilder sind schnell da, aber auch schnell wieder weg. Das ist nicht so im „Freundschaftstempel“, der zurzeit im Raum für Freunde des Kunstvereins zu sehen ist. Die Ausstellung zum Projekt der Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums wurde jetzt eröffnet.

„Bei den ganzen Fake-News war es an der Zeit, sich mal mit der Aufklärung zu beschäftigen“, erklärte Lehrer Christian Heuer. Und so landeten die Schüler unter anderem im Gleimhaus in Halberstadt. Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719 –1803) war Dichter der Aufklärung, aber vor allem Mäzen. „Er war ein großartiger Netzwerker seiner Zeit“, betonte Heuer.

Ölgemälde für die Ewigkeit

Und so ist im Gleimhaus auch der „Freundschaftstempel“ zu sehen. In einem Raum hängen etwa 120 Ölgemälde eng an eng mit Bildnissen aus Gleims Freundeskreis. Die Ölgemälde stehen im krassen Gegensatz zu modernen Selfies. Es dauert lange, sie herzustellen. Sie überdauern die Jahrhunderte, während die meisten digitalen Bildnisse schon nach wenigen Stunden in Vergessenheit geraten.

Kunstvermittler Markus Georg von der Lokalen Liaison des Kunstvereins gab sich alle Mühe, zusammen mit den Schülern digitale Gemälde zu schaffen, die trotzdem im Duktus der Ölgemälde stehen. Dafür benutzte Georg eine selbst gebaute Technik. Eine Digitalkamera nahm ein Bild durch eine Lochkamera hindurch auf. Damit nahm Georg dem Bild die technische Perfektion.

Photoshop in Handarbeit

Zudem wurden die Bilder nicht nur am Rechner stark bearbeitet, sondern auch im Nachgang handwerklich vollendet. Die Bilder bestehen teilweise aus mehreren Lagen, die per Hand zugeschnitten wurden. „Das ist im Grunde dasselbe, was ich in Photoshop mache. Aber mit Papier und Schere ist das ein ganz anderes Gefühl“, sagte der Kunstvermittler.

Die Schüler stellten sich selbst dar durch einen aussagekräftigen Hintergrund, bestimmte Posen oder Accessoires. So haben die unscharfen Porträts auf der einen Seite den typischen Ausdruck moderner Selbstporträts, haben auf der anderen Seite aber eben auch in Unperfektion und die Langlebigkeit eines Gemäldes. Dieser Spannungsbogen macht den besonderen Reiz der Bilder aus.

Die nostalgischen Rahmen und die enge Hängung sind eine Hommage an den original „Freundschaftstempel“. Trotzdem ist dieser Tempel ein ganz eigenes Werk mit einer starken Ausdruckskraft.

Von Robert Stockamp

Die vier Damen des Ham­burger Kla­vier­quartett “Salut Salon“ begeisterten das Wolfsburger Publikum wieder einmal. Am Samstag trat es im Wolfsburger Sharoun Theater auf. Diesmal drehte es sich um das Thema Liebe.

30.09.2019

Die große Urlaubsfoto-Aktion der WAZ und AZ ist beendet! Heute gehen die letzten 50 eingereichten Fotos online. In Kürze startet das Online-Voting.

30.09.2019

Sturmtief Mortimer sorgt am Montagmorgen für Einschränkungen im Bahnverkehr: Die Bahn hat mehrere Strecken gesperrt. Betroffen ist auch Wolfsburg: Bei Sülfeld musste ein Zug evakuiert werden.

30.09.2019