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Stadt Wolfsburg Studie in Wolfsburg: So profitiert die Stadt vom Tourismus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Studie in Wolfsburg: So profitiert die Stadt vom Tourismus
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08:00 22.01.2020
Die Zahl der Übernachtungen ist 2019 erneut gestiegen: Das Leonardo Hotel ist einer der Hotel-Betriebe in Wolfsburg.
Die Zahl der Übernachtungen ist 2019 erneut gestiegen: Das Leonardo Hotel ist einer der Hotel-Betriebe in Wolfsburg. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Wolfsburg legt im „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ zu: Das ist das Ergebnis einer Studie der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing (WMG) gemeinsam mit der Tourismusberatung dwif-Consulting. Die Studie ermittelte die ökonomische Bedeutung des Tourismus für Wolfsburg. So ist die Zahl der Übernachtungen in Wolfsburg auf 635.000 im Jahr 2019 geklettert, wie Oberbürgermeister Klaus Mohrs bei der Präsentation der Studie mitteilt. Das sind knapp 20.000 Übernachtungen mehr als noch im Vorjahr.

Gastgewerbe gehört zu den größten Tourismus-Profiteuren

Und auch sonst steht Wolfsburg laut den Auswertungen aus dem Jahr 2018 gut da: Der Bruttoumsatz, also das Nachfragevolumen sowie der Tagesumsatz der Gäste, lag im Jahr 2018 bei knapp 400 Millionen Euro. Das berichtet Moritz Sporer. Er stellte die Ergebnisse in der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg vor. Die Studie ermittelte auch, welche Branchen vom Tourismus am meisten profitierten. „Auf das Gastgewerbe entfielen rund 150 Millionen Euro und der Einzelhandel profitierte mit knapp 159 Millionen Euro vom Tourismus“, sagt Sporer.

Wolfsburger Tourismus in Zahlen

Der Bruttoumsatz, der im Jahr 2018 durch den Wolfsburger Tourismussektor erwirtschaftet wurde liegt bei knapp 400 Millionen Euro. Er wurde mit 8,84 Millionen Aufenthaltstagen erzielt.

Mit 260,5 Millionen Euro entfällt der größte Anteil daran auf die Tagesgäste der Stadt, Übernachtungsgäste erwirtschafteten rund 135 Millionen Euro.

Davon profitierten eine Vielzahl von Betrieben aus den unterschiedlichsten Branchen. Zu den größten Profiteuren zählten: Das Gastgewerbe mit 150 Millionen Euro sowie der Einzelhandel mit 160 Millionen Euro Umsatz. Auf weitere Dienstleistungen im touristischen Umfeld entfallen rund 86 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Die Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen belaufen sich wie folgt: Das durch den Tourismus bedingte Steueraufkommen aus Einkommen- und Mehrwertsteuer weist rund 37,2 Millionen Euro auf. Hinzu kommen zudem Einnahmen aus Grund-, Gewerbe- und Zweitwohnungssteuer und weitere Tourismusabgaben.

Mohrs: Von so vielen Übernachtungen haben wir nicht geträumt

Mit der Zahl der Übernachtungen ist Mohrs sichtlich zufrieden: „Mit einer Zahl von 635.000 Übernachtungen im Jahr 2019 hätten wir vor 20 Jahren nicht geträumt“, sagt Mohrs, wohl wissend, dass viele Übernachtungsgäste im Zusammenhang mit Volkswagen stünden.

Weshalb Touristen Wolfsburg besuchen bleibt unklar

Eine Unterscheidung zwischen Geschäfts- und Freizeittourismus macht die Studie allerdings nicht. „Das Motiv des Gastes, weshalb er Wolfsburg besucht war für die Studie irrelevant. Ob der Besuch oder die Übernachtung einem Geschäftszweck diente oder unter den Bereich Freizeitaktivität fiel wurde nicht unterschieden“, sagt Sporer. Doch eben genau diese Messung wäre für den Tourismus in Wolfsburg relevant gewesen, wurde aus dem Publikum angemerkt.

Autostadt sorgte für rasante Entwicklung des Tourismus-Sektor

Und dennoch: „Wolfsburg befindet sich in einer dynamischen Entwicklung“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Der Tourismus sei für die Stadt wirtschaftlich immer interessanter und biete noch viele Chancen. Vor allem seit der Gründung der Autostadt sei der Tourismus ein deutlicher Bestandteil von Wolfsburg: seitdem stieg die Zahl der Hotels von 24 auf 47 Betriebe, die Zahl der Betten hätten sich verdreifacht. „Wolfsburg ist nicht nur ein Industriestandort. Das Kunstmuseum, das Phaeno und das Stadion tragen zur Förderung des Touristik-Standortes bei“, so der Oberbürgermeister.

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Von Nina Schacht