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Stadt Wolfsburg Perspektiven für Wohnen und Gewerbe in Wolfsburg ab dem Jahr 2040
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Perspektiven für Wohnen und Gewerbe in Wolfsburg ab dem Jahr 2040
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00:21 24.03.2019
Wolfsburgs Zukunft: (v.l.) Ralf Sygusch, Klaus Mohrs und Kai-Uwe Hirschheide erläutern „Denkräume" für die Entwicklung von Wohnsiedlungen und Gewerbe - zur Zeit der Generation ab dem Jahr 2040. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Wolfsburg

Wo könnte Wolfsburg noch wachsen? Das analysierten Stadtplaner seit 2017 mit Fachleuten aus Wirtschaft, Umwelt und Politik. Ergebnis ist das „Strukturkonzept Siedlungsflächen“, das 1130 Hektar Potenzial zeigt. Noch vor der Sommerpause hofft Oberbürgermeister Klaus Mohrs auf einen Grundsatzbeschluss des Rates auf Grundlage dieser Vorlage.

Keine Bauflächen, sondern Denkräume

Ein Anstoß: Der Regionalverband will bis Ende 2019 seine Planung für Mobilität, Freiräume und Landwirtschaft fertigstellen, auch Windkraft könnte dabei wieder ein Thema sein. Das Strukturkonzept soll dafür sorgen, dass Wolfsburg keine Möglichkeiten zum Bauen verbaut werden. Zwischen Heiligendorf und Barnstorf zum Beispiel, rund um Hehlingen, vom Fuhrenkamp Vorsfelde aus in Richtung Velstove oder westlich von Sülfeld. „Das alles sind aber maximal Denkräume, hier wird nichts entschieden“, betonte Mohrs. „Aber wir müssen jetzt vorsorgen, denn wir glauben an die wirtschaftlich dynamische Stadt Wolfsburg.“ Die laufende Wohnungsbauoffensive bediene gerade einmal die aktuelle Nachfrage.

Konzept schließt Ausgleichsflächen aus

Eins steht fest: Alle anderen Flächen sind mit Tabus belegt, durch den Naturschutz zum Beispiel. Und einiges sei zwar denk- aber im Moment nicht machbar, meinte Mohrs. Auch wegen Verkehrsproblemen. Die bereits genannte Fläche bei Sülfeld zum Beispiel würde vermutlich bei vollständiger Bebauung zu einem Kollaps auf den Straßen rund um Fallersleben führen. Aber wer weiß, wie die Wolfsburger in 30 Jahren unterwegs sind? Oder wie sich bis dahin der Bahnverkehr an der Weddeler Schleife entwickelt? Im Pressegespräch erklärten Stratege Ralf Sygusch und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, es gehe um Gebiete, die frühestens ab 2040 für konkrete Baupläne in Frage kommen. Das Strukturkonzept sei nicht so strikt wie ein Flächennutzungsplan, schaffe aber trotzdem Verbindlichkeit. Außerdem sei die Analyse wichtig für Ausgleichsmaßnahmen der laufenden und geplanten Bauprojekte auf 450 Hektar. Denn wo theoretisch irgendwann gebaut werden könnte, sollten jetzt keine ökologischen Projekte starten.

Wirtschaft und Gewerbe

Bei der Wirtschaft sieht es übrigens knapper aus. 230 Hektar sind im Flächennutzungsplan schon als Reserve ausgewiesen, kurzfristig aber nicht verfügbar. Nur 90 Hektar – im Heinenkamp und Vogelsang zum Beispiel – kommen perspektivisch für Industrie oder Gewerbe hinzu. Rund 40 Hektar entlang der Achse A39/Heinrich-Nordhoff-Straße könnten umgenutzt werden.

Einige Politiker waren in zwei Workshops schon während der Analyse dabei, andere erfuhren erst am Donnerstagabend, wie das Strukturkonzept konkret aussieht: Strategie- und Verwaltungsausschuss, Ortsbürgermeister und Fraktionssprecher waren zur Vorstellung ins Rathaus eingeladen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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