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Stadt Wolfsburg Stress und Streit unterm Weihnachtsbaum? Telefonseelsorge rund um die Uhr da
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Stress und Streit an Weihnachten: Telefonseelsorge Wolfsburg rund um die Uhr besetzt

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12:52 24.12.2020
Immer ein offenes Ohr: Die Mitarbeiter der Wolfsburger Telefonseelsorge. Insbesondere an den Weihnachtstagen stellen sie sich auf mehr Hilfesuchende ein.
Immer ein offenes Ohr: Die Mitarbeiter der Wolfsburger Telefonseelsorge. Insbesondere an den Weihnachtstagen stellen sie sich auf mehr Hilfesuchende ein. Quelle: Telefonseelsorge
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Wolfsburg

Die Weihnachtsfeiertage sollten eigentlich besinnlich und entspannt verbracht werden – und doch kommt es immer wieder zu Stress und Streit unterm Tannenbaum. Corona verschärft diese Situation zusätzlich.Deshalb stehen auch zu den Feiertagen und am Jahreswechsel rund um die Uhr Mitarbeiter der Telefonseelsorge bereit.

Sie sind für Menschen da, die telefonisch oder per Mail oder Chat in schwierigen Situationen Begleitung suchen. „Gerade das durch die Coronapandemie andere Weihnachten ohne Feiern mit Menschen, die einem am Herzen liegen, bedeutet für viele einen seelischen Kraftakt,“ weiß Petra Kretschmer, Leiterin der Telefonseelsorge Wolfsburg. „Unser Angebot ist durch Corona und die damit geforderten Verhaltensregeln jetzt besonders gefragt.“

Glücklicherweise, so Kretschmer, verfügen die Ehrenamtlichen mit Einsätzen an den Feiertagen über ausreichende Erfahrungen. Das Telefon ist rund um die Uhr besetzt, auch über Weihnachten und zur Jahreswende. Die Onlineberatung in Form von Mail- und Chatseelsorge ist in diesem Jahr besonders gefragt. Im März und April, während des ersten Lockdowns, stieg die Nachfrage um das Doppelte. Auch im Oktober und November stiegen die Zahlen. „Das hat die Leitungspersonen bundesweit dafür sorgen lassen, dass die Einrichtungen über Weihnachten und Silvester teilweise sogar mehrfach besetzt sind.

Wolfsburger Telefonseelsorge in Zahlen

Im vergangenen Jahr wurden bei der Telefonseelsorge 8658 Gespräche geführt, bei 1840 Gesprächen wurde aufgelegt. Das geht aus dem Jahresbericht der Telefonseelsorge hervor. Die Mitarbeiter beraten auch online: In 2019 waren es 847 Mailkontakte. In 69 Prozent der Mails war Suizid kein Thema, allerdings ging es in 211 Mails um Suizidgedanken. Angeboten wurden von der Telefonseelsorge 154 Chattermine, 35 davon beschäftigten sich mit dem Thema Selbstmord.

Die Telefonseelsorge ist unter der Nummer (0800) 111 0 111 zu erreichen. Mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern kann man im Internet unter online.telefonseelsorge.de chatten.

Hilfe bei Suizidgedanken und bei depressiven Gefühlen bietet seit letztem Jahr auch die kostenlose App „KrisenKompass“ für Betroffene und Angehörige.

Alle Angebote der TelefonSeelsorge sind anonym. Dank der Unterstützung der Deutschen Telekom sind die Gespräche am Telefon unter 0800 / 111 0 111 seit 1997 kostenfrei. Auch für die Onlineberatung per Mail oder Chat unter https://online.telefonseelsorge.de entstehen nur die Kosten für die Internetverbindung. Um digital in den geschützten Raum eintreten zu können,wählen sich die Ratsuchenden zum Einloggen einen Benutzernamen und ein Passwort aus.

Von der Redaktion