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Stadt Wolfsburg Sanierung des Badelandes wird deutlich teurer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sanierung des Badelandes wird deutlich teurer
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09:18 27.11.2019
Ortstermin im Badeland: Mitglieder des Sportausschusses schauten sich kürzlich die Renovierungsarbeiten und die Sauna an. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Die Zahl hört sich auf den ersten Blick alarmierend an: Die Sanierungsarbeiten im Badeland sind deutlich teurer als mal geplant. Statt 905 000 Euro muss die Stadt jetzt 1,58 Millionen Euro zahlen – das sind stolze 675 000 Euro mehr als mal angesetzt waren. Für einen Aufschrei sorgten diese Mehrkosten im Sportausschuss aber nicht, der am Dienstag im Rathaus tagte.

Denn die Erklärung für die Kostenexplosion ist nachvollziehbar. Bei den Sanierungsarbeiten erlebte die Bäderverwaltung so manch böse Überraschung. Das sei nicht ungewöhnlich bei einem so komplexen Gebäude-Gebilde wie dem Badeland, erklärte Sport-Dezernentin Monika Müller. „Wenn man etwas aufmacht, stößt man oft auf unvorhersehbare Dinge“, erklärte sie. Gerade wenn es in dem Komplex viel Wasser gebe, das auch mal an Stellen fließt, an denen es nicht so gut ist.

Künftig etwas genauer planen

Deshalb wies sie den Vorwurf von Jens Kirsch (PUG) zurück, künftig mal etwas genauer zu planen und zu kalkulieren. „Wenn ich das bei einem Hausbau so machen würde. Oh je...“, meinte Kirsch. Die Mitarbeiter machten einen guten Job, entgegnete Monika Müller. „Hier ist niemand zu blöd.“ Sie bitte um mehr Respekt.

Sabrina Spring, Leiterin der Bäderverwaltung, listete bei ihrer Präsentation alle Sanierungskosten genau auf, in welchem Bereich es viel teurer wurde, dazu gehört die Filtersanierung, aber auch wo es billiger wurde. Am Ende lobte der Ausschuss, dass die Stadt so viel Geld in das beliebte Spaßbad stecke. „Wer gibt schon so viel Geld dafür aus – vor allem in einer so schwierigen Zeiten, in der Wolfsburg gerade steckt?“, sagte Ingolf Viereck (SPD).

„Wir sollten froh sein, dass wir das Badeland haben“

Stadtsportbund-Vorsitzende Ursula Sandvoß erinnerte daran, dass sich die Stadt mal entschieden habe, das Badeland zu bauen. Das sei gut gewesen. „Wir sollten froh sein, dass wir das Badeland haben“, unterstrich sie.

Es gehöre zu den Anziehungspunkten der Stadt. Nach der umfassenden Sanierung sogar mehr denn je, erklärte Betriebsleiter Uwe Winter. Er präsentierte erfreuliche Besucherzahlen, auch die heftig umstrittene Preiserhöhung für den Saunabesuch trübe dieses positive Bild nicht. „Die Besucherzahlen sind dadurch nicht weggebrochen.“ Im Gegenteil.

Mehr Mut für Sanierungsmaßnahmen

Winter wünscht sich mehr Mut vom Sportausschuss für Sanierungsmaßnahmen. Die müssten sein und die Kosten dafür ließen sich nicht besser planen. Das weiß er aus eigener Berufserfahrung – und von einem Schwimmbad in Ingolstadt. Da wurde zweieinhalb Jahre geplant und gerechnet, trotzdem explodierten die Kosten. Jetzt ist das Bad dicht.

Stadt zahlt Zuschuss für Erweiterung von „mum&me“

Der VfB Fallersleben erweitert seine Abteilung „mum&me“. Die Zulauf von schwangeren Frauen und jungen Müttern mit Babys ist einfach zu groß. 371 500 Euro kostet die Maßnahme, 176 500 Euro zahlt der Verein selbst, 100 000 Euro gibt der Landessportbund – und die Stadt ist mit 95 000 Euro dabei. Das sei ein wichtiger Beitrag, sagten die Mitglieder des Sportausschusses, der am Dienstag im Rathaus tagte. Deshalb gaben sie grünes Licht für die Vorlage.

Ingolf Viereck (SPD) betonte, dass ein Zuschuss der Stadt bis zu 50 Prozent der Projektsumme betragen könnte. Der aktuelle Beitrag liege aber nur bei 25,6 Prozent – dass der VfB nicht mehr fordere, sei sehr lobenswert. Lob aber auch an die Stadt, dass sie angesichts knapper Kassen die Erweiterung von „mum&me“ finanziell unterstütze. „Das ist ein gutes Signal. Es gibt keinen Stillstand in Wolfsburg“, so Viereck.

Von Sylvia Telge

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