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Stadt Wolfsburg Städtische Galerie darf Kunst nicht verkaufen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Städtische Galerie darf Kunst nicht verkaufen
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00:22 17.05.2019
Zurzeit verliehen an die Staatsgalerie Stuttgart: Gerhard Richters Ölgemälde „Bomber“ von 1963. Quelle: Städtische Galerie Wolfsburg
Wolfsburg

Seit 45 Jahren zeigt die Städtische Galerie wechselnde Ausstellungen im Schloss Wolfsburg und vermittelte so schon vielen Wolfsburgern einen Zugang zur Kunst. Doch der Platz für mehr Kunstwerke im Depot wird immer knapper und das Geld für ein neues Lager fehlt zurzeit – die Planung eines Neubaus hat jedenfalls im aktuellen Haushaltsplan keine Priorität. Die Fraktion Linke/Piraten fragt deshalb im Kulturausschuss am Mittwoch, 15. Mai, um 16 Uhr nach, ob es nicht denkbar sei, Kunstwerke auf Dauer zu verleihen oder ein Werk zu verkaufen und mit dem Erlös Lagerraum für Neues zu schaffen.

Werteverfall durch mangelhafte Lagerung verhindern

Ziel von Piroska Evenburg und Bastian Zimmermann ist, einen Werteverfall durch mangelhafte Lagerung zu verhindern. Außerdem heißt es in dem Antrag: „Sammlungsgegenstände sollten der kunstinteressierten Öffentlichkeit in möglichst großer Zahl regelmäßig zugänglich sein.“

Beides allerdings – sowohl der Verkauf wie auch die Zugänglichkeit aller Objekte – ist nicht so einfach wie man denkt. „Die Städtische Galerie Wolfsburg ist durch Zertifizierung und Leitbild dem ,Code of Ethics’ des Internationalen Museumsrats ICOM verpflichtet. Ein Verkauf wird dort ausgeschlossen“, erläutert Stadtsprecherin Elke Wichmann. Der Ethik-Code soll verhindern, dass Kunst zum Spekulationsobjekt wird. Die Museen verpflichten sich darin, ihre Sammlungen zu unterhalten und zu bewahren sowie dauerhaft zu dokumentieren und zugänglich zu machen.

Transport bedeutet für jedes Werk eine Beeinträchtigung

Dass Museen offensiv Kunstwerke als Leihgaben anbieten, verbiete sich „aus konservatorischen Gründen“, so die Stellungnahme der Stadtverwaltung. Der Transport bedeute für jedes Werk durch die Erschütterungen eine Beeinträchtigung. Und: „Arbeiten auf Papier dürfen nur drei Monate gezeigt werden, um dann wieder drei Jahre lang geschützt für Licht aufbewahrt zu werden“.

Zurzeit sind laut Wichmann drei Werke der Sammlung für Sonderausstellungen ausgeliehen: Gerhard Richters „Bomber“ ist bei der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen, Gerhard Hoemes „REBUS“ bei „Kunstsaele Berlin“ und Kristof Georgens „Nr. 26“ beim Kunstverein Schwerin.

Im Deport der Städtischen Galerie hat nur 800 Quadratmeter

Dass es eng wird im Depot hatte 2013 schon die SPD gemerkt und auf Abhilfe gedrängt. 800 Quadratmeter stehen zur Verfügung, 2500 Quadratmeter sollten es laut dem damaligen Gutachten eigentlich sein. „Dieser ermittelte Bedarf beinhaltet auch Reserven für die Zukunft“, betont Wichmann jetzt auf Nachfrage. Wie viele weitere Objekte seitdem gekauft wurden, darüber gab es keine Auskunft – denn die reine Zahl sei irreführend, so die Stadtverwaltung. „Die Objekte unterscheiden sich in Form, Material und Format und verlangen unterschiedliche Lagerbedingungen. Sie umfassen zum Beispiel bei Mappen mit Zeichnungen auch etliche Einzelblätter“, so Wichmann.

Von Andrea Müller-Kudelka

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