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Stadt Wolfsburg Stadtpolitik sagt Schottergärten den Kampf an
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stadtpolitik sagt Schottergärten den Kampf an
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12:37 21.09.2019
Vielen ein Dorn im Auge: Sind Kies- und Schottergärten bald auch in Wolfsburg verboten? Quelle: dpa
Wolfsburg

Eine Fahrt durch Neubaugebiet ist heutzutage oftmals ein trister Anblick. Statt blühender, grüner Gärten finden sich immer häufiger graue, kahle Kies- und Steinflächen. Nicht nur ästhetisch eine Unerfreulichkeit, sondern in Zeiten von Insektensterben und Klimawandel auch ökologisch. Die Stadt Wolfsburg will – auch auf Drängen der Politik – der zunehmenden „Verkiesung“ der Gärten einen Riegel vorschieben. Eine entsprechende Beschlussvorlage ist bereits ausgearbeitet und bekam am Donnerstag die Unterstützung des Bau- und Planungsausschusses.

Vorschriften in Bebauungsplänen?

Zurück geht die Vorlage auf einen Antrag der Fraktion Linke und Piraten. Darin hatten sie gefordert, zukünftig in Bebauungsplänen ausdrücklich festzulegen, dass nicht überbaute Flächen der Grundstücke als Grünflächen zu gestalten sind. Das Anlegen eines Gartens mit mehr als 40 Prozent Kies- oder Schotterflächen soll als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Mehrheit im Bauausschuss befürwortet Antrag

Sowohl die Verwaltung als auch ein Großteil der Politiker im Stadtrat, sehen den Maßnahmen gegen Schottergärten als vernünftig an. „Dabei sollen aber ökologische Gesichtspunkte und Maßstäbe im Vordergrund stehen, nicht ästhetische“, verdeutlicht Frank Richter, Vorsitzender des Bauausschusses, den Standpunkt.

Aufklärung, Anreize und Verbote

Mit einer Mischung aus Information und Aufklärung der Bürger und positiven Anreizen für die Schaffung eines ökologisch wertvollen Gartens will die Stadt gegen die Kiesgärten vorgehen und zudem bei der Gestaltung stadteigener Grünflächen als gutes Vorbild vorangehen und diese weitgehend Bienen- und insektenfreundlich gestalten. Die Stadtverwaltung habe im Ausschuss aber auch dargelegt, dass daneben aber auch restriktive Maßnahmen und Verbote notwendig seien, um eine positive Veränderung zu bewirken, so Richter.

Klimaschutz bleibt Thema der Stunde

Dass der Klimaschutz weiterhin das Thema der Stunde ist, zeigten auch weitere Anträge, die am Donnerstag in den Ausschuss eingebracht wurden. So fordern erneut Linke und Piraten, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen künftig in der Regel die Installation von Photovoltaikanlagen vorzuschreiben. Die Grünen Die Verwaltung fordern einen jährlichen Energiebericht für städtische Liegenschaften zu erstellen, anhand welchem effiziente und wirtschaftliche Maßnahmen für den Klimaschutz entwickelt werden sollen. Und die SPD schlägt ein „100-Dächer-Photovoltaikprogramm“ vor, das vorsieht, auf allen geeigneten städtischen Gebäuden entsprechende Anlagen zu installieren und den beschleunigten Ausbau von Solarenergie auch auf nichtstädtischen Gebäuden stärker zu fördern.

Von Steffen Schmidt

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