Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Walter Haasper lebt in Velstove, jetzt Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Walter Haasper lebt in Velstove, jetzt Wolfsburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 22.06.2018
Walter Haasper: In Wolfsburgs Stadtgründungsjahr 1938 baute sein Vater das Haus in Velstove, in dem er heute noch lebt.
Walter Haasper: In Wolfsburgs Stadtgründungsjahr 1938 baute sein Vater das Haus in Velstove, in dem er heute noch lebt. Quelle: Sebastian Bisch
Anzeige
Velstove

Walter Haasper wurde in Wolfsburgs Stadtgründungsjahr 1938 im Februar geboren und lebt noch heute in dem Haus, das sein Vater im gleichen Jahr eigenhändig baute. „Echte Wolfsburger sind wir hier nie geworden. Wir sind immer noch vom Dorfe“, sagt der Velstover.

Früher lag das Haus am Rande des Dorfes

Aufgewachsen ist er gemeinsam mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder bei seiner Mutter Lisbeth Haasper. „Unser Vater ist in Russland geblieben“, erzählt er. Der gelernte Maurer galt 1945 als Soldat als vermisst und kam nie wieder ins frisch gebaute Eigenheim an der Velstover Hauptstraße, das damals ganz am Rande des Dorfes lag – als eines der ersten Gebäude einer in den 1950ern wachsenden Bebauung hinter dem Friedhof.

40er Jahre: Haus und Stallgebäude an der ehemaligen Hauptstraße in Velstove. Jetzt heißt sie Alte Handelsstraße – und statt dem Stall gibt es ein zweites Haus für den Sohn. Quelle: privat

Keine 20 Jahre später nannte der Volksmund diese Häuser „Alte Siedlung“, weil in den 60er Jahren die Neubauten in der Straße „Am Wipperteich“ zur „Neuen Siedlung“ wurden. Danach hörten die Velstover auf, ihr immer weiter wachsendes Dorf sprachlich in alt und neu zu teilen.

Walter Haaspers Hochzeitsauto war natürlich ein Volkswagen: Mit Girlanden geschmückt rollte dieser Käfer 1968 zum Standesamt. Bis 1972 gehörte Velstove noch zum Kreis Helmstedt. Quelle: privat

1958 wurde der SSV Velstove gegründet. Dieses Datum ist für Walter Haasper wichtiger als das Jahr 1972, als Velstove eingemeindet und so zu einem Teil von Wolfsburg wurde. „Unser Sportverein feiert in diesem Jahr auch Jubiläum“, sagt er, erzählt, dass er lange Mannschaftsführer war und danach stellvertretender Vorsitzender. „Grün-Weiß – das sind für mich in erster Linie die Farben des SSV, dann erst kommt der VfL“, so Haasper. Und vorher kommen eigentlich erst einmal noch die Ortsfeuerwehr, selbst wenn er da immer nur unterstützend tätig war. Vielleicht auch noch der Männergesangverein.

Sängerfest in Velstove: Walter Haasper (2.v.l.) war zwar kein aktives Mitglied im MGV, hörte aber gern zu – und beim Feiern hielten die Vereine so oder so schon immer zusammen. Quelle: privat

Und doch: Ohne Wolfsburg wäre vieles anders. Walter Hasper lernte erst bei der Baufirma Klapproth in Vorsfelde, bekam aber 1968 Arbeit im Volkswagenwerk. Im gleichen Jahr heiratete er seine Elisabeth, die aus dem Nachbardorf Eischott stammt.

Heirat: 1968 traten Elisabeth und Walter Haasper vor den Traualtar. Quelle: privat

Und 1969 wurde Sohn Karsten geboren.

„Früher haben die Bauern hier das Tempo bestimmt. Aber auch die sind zu VW gegangen“, erzählt er. Heute wohnt Wolfsburgs amtierender Oberbürgermeister Klaus Mohrs in Velstove.

Alle Artikel dieser Serie finden Sie auf unserer Themenseite unter www.waz-online.de.

Von Andrea Müller-Kudelka