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Stadt Wolfsburg Wolfsburg: Stadt will mit Bürgern Ortsteile weiter entwickeln
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Stadtentwicklung Wolfsburg: Verwaltung will Planung mit Bürgern

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08:00 27.11.2020
Die Stadtmitte aus der Vogelperspektive: Hier haben 80 Prozent der Haushalte keine Kinder.
Die Stadtmitte aus der Vogelperspektive: Hier haben 80 Prozent der Haushalte keine Kinder. Quelle: www.photodesign-wolfsburg.de
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Wolfsburg

Wie sollen sich die Wolfsburger Ortsteile in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Wohnungen werden gebaut? Was wird für die Kinder in Wolfsburg getan? Diesen Fragen geht der Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit nach. Gabriele Aland stellte im Sozialausschuss für 16 Ortsratsbereiche Daten vor, die für die Stadtentwicklung relevant sind. In Zukunft soll die Stadtentwicklung mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe fortgesetzt werden.

So entwickelt sich Wolfsburg

„Wolfsburg wird weiter wachsen“, so Aland in der Ausschusssitzung, den größten Zuwachs werde es dabei bei den Sechs- bis 18-Jährigen geben. Basierend auf dem Sozialbericht des Jahres 2018 informierte Aland über die demografischen Strukturen in den Ortsbereichen. So befinden sich 80 Prozent der Haushalte ohne Kinder im innerstädtischen Bereich, Paare mit Kindern bevorzugen die Stadtrandlagen. Den stärksten Zuwachs verzeichnet dabei Wendschott.

Die meisten Alleinerziehenden leben in Mitte-West oder in der Stadtmitte. Die Zahl der Arbeitslosen sei in Westhagen, ebenfalls in Mitte-West und in der Stadtmitte am höchsten. Letzteres habe zudem den geringsten Anteil an Schülern, die in der fünften Klasse ein Gymnasium besuchen. In Westhagen haben rund siebzig Prozent der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte. In Neindorf/Almke sind es 16,6 Prozent.

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Im Ortsbereich Brackstedt/Velstove/Warmenau ist der Anteil der Kinder am höchsten. Für Angelika Jahns (CDU) ein Zeichen dafür, dass sich daraus politische Herausforderungen ergeben. „Wann kommen dazu Vorschläge?“, fragt Jahns. Sozialdezernentin Monika Müller erklärt das weitere Vorgehen: „Wir wollen als Verwaltung nicht die Probleme definieren, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort Maßnahmen entwickeln. Vorstellen kann sich Müller „Sozialraum-Konferenzen“, bei denen beispielsweise auch Eltern teilnehmen. Auch Aland sieht die Sozialentwicklung als transparenten und kommunikativen Prozess.

Ortsteile werden nicht nach „Problembereichen“ aufgeschlüsselt

Bastian Zimmermann (Linke & Piraten) begrüßt das interdisziplinäre Vorgehen der Stadt, wollte die Ortsbereiche jedoch noch genauer aufgeschlüsselt sehen: „Kann man innerhalb der Ortsbereiche genauer definieren, wo die größten Probleme liegen?“ Aus Gründen des Datenschutzes wurde diese Anfrage von Monika Müller verneint.

Von Nina Schacht