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Stadt Wolfsburg „Wir helfen“: Stadt und VfL starten Plattform für Nachbarschaftshilfe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Wir helfen“: Stadt und VfL starten Plattform für Nachbarschaftshilfe
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18:15 20.03.2020
Nur eines von vielen Hilfsangeboten: Ricarda Franke hat die Facebook-Gruppe „Wolfsburger gegen Corona” gegründet. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Die Stadt Wolfsburg, der Stadtjugendring und der VfL Wolfsburg haben die Initiative „Wir helfen“ gegründet, um die vielen Hilfsangebote der Wolfsburger zu koordinieren. Diese sollen ab Freitag auf einer Plattform im Netz gebündelt werden, außerdem soll am Montag eine Hotline für Wolfsburger geschaltet werden, die Hilfe benötigen.

In den vergangenen Tagen hätten sich viele Privatinitiativen und Hilfsaktionen gegründet. „Einzelpersonen und Gruppen stellen sich dabei in den Dienst der Gemeinschaft und bieten in der Stadt und den umliegenden Gemeinden über die sozialen Medien und andere Netzwerke ihre spontane Hilfe an“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

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VfL schaltet Hotline für hilfsbedürftige Bürger

Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Wir helfen“ wollen Stadt und VfL Bürger und private Initiativen ergänzen. „Niemand soll das Gefühl bekommen, diese Krise allein und ohne lokale Unterstützung durchstehen zu müssen“, heißt es seitens der Stadt. Unter Tel. 0 53 61 - 89 03 77 7 können sich ab Montag, 23. März, Bürger melden, die aufgrund der Einschränkungen Hilfe und Unterstützung benötigen. Die Mitarbeiter der VfL Wolfsburg Fußball GmbH stehen am Telefon bereit, um Hilfsgesuche anzunehmen.

Zielgruppe des Angebots sind Menschen, die zu Risikogruppen gehören und der Empfehlung folgen, sich sozial zu isolieren. Dabei gehe es um Einkaufshilfen oder Botengänge. Registrierte Helfer sollen über ein „Matching-System“ mit den Hilfesuchenden vernetzt werden, um Details zu klären.

Helfer und Hilfesuchende zusammenbringen

Stadtjugendring Wolfsburg und Jugendförderung sollen Mitglieder aus Vereinen und Verbänden ansprechen, sich auf der Internetseite www.wolfsburger-helfen.de als Helfende zu registrieren und für Anfragen zur Verfügung zu stehen. Die Seite soll ab Freitag, 13 Uhr, zur Verfügung stehen. Auch einzelne Wolfsburger können sich dort registrieren. Die Initiatoren setzen auf direkte Hilfe vor Ort. Zum Beispiel sollen Hilfegesuche aus der Stadtmitte mit Helfern aus der Stadtmitte zusammengebracht werden.

Frederik Boog vom Stadtjugendring zeigt sich zuversichtlich, dass sich viele Aktive und Ehrenamtliche in den kommenden Tagen registrieren werden und dazu beitragen, dass sich Menschen, die sich zwangsweise in der sozialen Isolation befinden, keine Sorgen machen müssen, ob sie am Ende des Tages noch etwas im Kühlschrank haben. Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik setzt auf die gute Infrastruktur der Jugendarbeit, die in den vergangenen Jahren durch eine konsequente und verlässliche Förderung ermöglicht worden sei.

Aufrufe zur Solidarität in der Krise

Falko Mohrs, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Wolfsburg, hofft auf ein gestärktes Vertrauen der Wolfsburger durch das Projekt: „Die Kraft von Solidarität und Gemeinschaft wird uns durch diese Krise bringen.“ Und Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, ergänzt: „Es ist unsere Pflicht, den Menschen in und um Wolfsburg in den kommenden Wochen eng zur Seite zu stehen.“ Man wolle mit der Initiative Bürgern Alltagssorgen abnehmen und Privathelfer aktiv unterstützen.

Stadträtin lobt das Engagement der Wolfsburger

Stadträtin Iris Bothe zeigt sich begeistert von dem Engagement und der Bereitschaft vieler Bürger, sich für andere zu engagieren. „In diesen Zeiten zeigt sich, dass Solidarität und Gemeinschaft in Wolfsburg keine Fremdworte sind. Dass sich Jugendförderung, Stadtjugendring und VfL Wolfsburg drei Partner gefunden haben, die nun ein stadtweites Unterstützungsnetzwerk aufbauen ist ein starkes Signal. Jetzt müssen wir zusammenstehen und versuchen die Krise gemeinsam zu bewerkstelligen.“

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Von der Redaktion

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