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Stadt Wolfsburg Stadt Wolfsburg will Schullandheim im Harz aufgeben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stadt Wolfsburg will Schullandheim im Harz aufgeben
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21:02 28.11.2019
Das Schullandheim Wolfsburg in St. Andreasberg: Zahllose Schüler haben hier Skifahren gelernt und die Nächte durchgekichert Quelle: privat
Wolfsburg/St. Andreasberg

Fünf Tage Schneeballschlachten, erste Versuche auf Skiern, und Nächte, in denen mehr gekichert als geschlafen wird: Das Wolfsburger Schullandheim im Harz hat schon Tausende Schüler auf Klassenfahrt beherbergt. Doch nun will die Stadt das Haus schließen.

Pächter-Ehepaar leitet das Heim schon seit 25 Jahren

1963 hat die Stadt Wolfsburg das Landheim im Harz eröffnet, seit 1994 leiten die Pächter Alois „Alli“ und Bettina Ballhauser das Haus – mit wechselnden Golden Retrievern und gleichbleibender Leidenschaft als Gastgeber. Und nicht nur Schulklassen kommen zu Besuch: auch Familien, Vereine und andere Reisende quartieren sich in dem Haus mit 78 Betten ein.

Auf Dauer zu teuer? Weil bald aufwendige Sanierungen nötig werden, will die Stadt das Schullandheim verkaufen. Quelle: privat

Pachtvertrag läuft im April 2021 aus

Doch seit einiger Zeit machen die Ballhausens sich Sorgen um die Zukunft ihres geliebten Schullandheims: Die Stadt hat den Pachtvertrag nicht verlängert. Der Vertrag wäre eigentlich bis 2015 gelaufen, hatte aber die Option auf zwei Verlängerungen. Eine davon läuft derzeit schon, die andere hingegen hat die Stadt abgelehnt, berichtet Alli Ballhausen. So endet der Vertrag nun Ende April 2021 – endgültig, wie es scheint.

Fast 50 Jahre ist das Haus in der Hand der Familie

„Ich vermute, die Stadt hat wirtschaftliche Gründe dafür, und das ist ja auch verständlich“, sagt Ballhausen. Denn die Stadt sei für das Gebäude zuständig – „und da müsste grundlegend einiges gemacht werden.“

Dennoch bluten ihm und seiner Frau das Herz bei dem Gedanken, das Haus aufzugeben. „Vor uns haben meine Schwiegereltern als Angestellte der Stadt das Haus 22 Jahre lang geleitet“, sagt der 60-Jährige. „So ist es jetzt fast 50 Jahre in der Hand der Familie.“

Stadt will verkaufen, weil die Sanierung zu teuer würde

Von der Stadt Wolfsburg habe er bislang keine Auskünfte darüber bekommen, warum der Vertrag ausläuft. Auf WAZ-Nachfrage erklärt die Stadt, dass das Schullandheim tatsächlich verkauft werden soll, wie Alli Ballhausen es schon befürchtet hat: „Das Schullandheim soll in der Perspektive aufgrund von hohen Sanierungsaufwänden und der damit einhergehenden Betriebskosten veräußert werden“, erläutert ein Sprecher der Stadt.

Für Alli Ballhausen sind das traurige Nachrichten, besonders nach 25 Jahren voller Erlebnisse und Erinnerungen als Landheimsleiter. „Ich hätte mir sehr gewünscht, dass der Vertrag zumindest bis zum Renteneintritt meiner Frau in fünf Jahren weiterläuft“, sagt er.

Von Frederike Müller

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