Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Stadt Wolfsburg: Versorgung von Flüchtlingen in Quarantäne sichergestellt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg

Stadt Wolfsburg: Versorgung von Flüchtlingen in Quarantäne sichergestellt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:18 10.07.2020
Flüchtlingsheim Heinrichswinkel: Die Stadt hatte nach dem Ausbruch des Corona-Virus dort eine Quarantänestation einrichten lassen. Quelle: Roland Hermstein
Anzeige
Wolfsburg

Auf engstem Raum leben Flüchtlinge in den Wolfsburger Sammelunterkünften. Nach dem Ausbruch des Corona-Virus in den Flüchtlingsheimen richtete die Stadt zwei Quarantänestationen ein. Die Lage hat sich inzwischen weiter entspannt: Derzeit befindet sich nach Angaben der Stadt noch ein Bewohner in Quarantäne.

Die Wolfsburger Flüchtlingshilfe berichtete von der Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln in den Isolierstationen, die offenbar in der ersten Woche nach Beginn der Quarantäne nicht reibungslos funktionierte. Die Stadt entgegnet, dass ausreichend Lebensmittel zur Verfügung gestanden hätten.

Anzeige

Sozialdezernentin: Stadt lagerte Lebensmittel vorsorglich ein

Quarantäne ist für alle Betroffenen eine Herausforderung, in den Flüchtlingsunterkünften gilt dies ganz besonders. Grundsätzlich sind Menschen auch in der Quarantäne für die Organisation ihrer Versorgung eigenverantwortlich - aber natürlich haben wir als Stadt mit Beginn der Corona-Pandemie Vorsorge getroffen und ausreichend Lebensmittel eingelagert, um Betroffenen, die auf eine Versorgung durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn während der meist 14-tägigen Quarantänezeit nicht zurückgreifen können, jederzeit möglichst schnell helfen zu können,“ so Stadträtin Monika Müller.

Mit der Anlieferung der Lebensmittel wurde der DRK-Kreisverband beauftragt, der sich um die Versorgung mit Lebensmitteln kümmere. Sobald das Gesundheitsamt Quarantäneverfügungen erlasse, bei denen eine Versorgung durch die Stadt erforderlich sei, würden die notwendigen Daten an das DRK weitergegeben. Das DRK liefere dann die Lebensmittel innerhalb kurzer Zeit aus, meist bereits am nächsten Tag.

Stadt: Versorgung war sichergestellt

Keinesfalls werde ein unverantwortlicher Zeitraum in Kauf genommen, so die Stadt. Denn: Die Gesunderhaltung und so auch die Ernährung der Menschen in Quarantäne wolle die Stadt selbstverständlich sicherstellen. Allerdings „kam es zu Beginn bei manchen Bewohnern der Flüchtlingsunterkünften zu Unmut, weil das DRK die von uns besorgten eher ,westlichen’ Lebensmittel ausgeliefert hat und dabei manche gewohnte Speisen aus dem jeweiligen individuellen Kulturkreis nicht dabei war“, wie die Stadt erklärt. Die Versorgung selbst habe aber funktioniert. Über die Betreiber in den Flüchtlingsunterkünften sei ermöglicht worden, dass für die Menschen in Quarantäne von ihnen gewünschte Lebensmittel eingekauft wurden.

Die Stadt betont, dass sich Bewohner in Flüchtlingsunterkünften auch untereinander helfen und füreinander einkaufen gingen. Allerdings habe es diese Möglichkeit, im Heinrichswinkel nicht gegeben. Deshalb seien die dortigen Bewohner von Beginn der Quarantäne an mit Lebensmittel beliefert worden.

Von der Redaktion