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Stadt Wolfsburg „Soundtrack WOB“: Stadtmuseum zeigt Wolfsburgs Musikgeschichte
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Soundtrack WOB“: Stadtmuseum zeigt Wolfsburgs Musikgeschichte
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10:00 23.10.2018
Zufrieden mit der Sammlung: Kurator Dr. Arne Steinert, Kulturdezernent Dennis Weilmann, Initiator Axel Bosse und Gerd „Lumpi“ Müller. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Wolfsburg hat Musikgeschichte – und zeigt das auch. Morgen öffnet die Ausstellung „Soundtrack WOB“ in den Schlossremisen ihre Tore.

Auffällig schimmert die „Goldene Schallplatte“ des Wolfsburger Musikers Sascha Paeth. Ein Stück entfernt hängt ein handgemaltes Plakat, das den Auftritt der „4 Lumpis“ ankündigt. Eine Ecke weiter kann man ein Interview mit dem Wolfsburger Gitarrist Wolfgang Dietzmann hören. Und mitten drin steht stolz Axel Bosse, Grünenpolitiker und Musikfan, der die Ausstellung organisiert hat. „Das Problem war: Wie kann man Musik ausstellen? Musiker wollen Musik machen, nicht Plakate zeigen“, berichtet Bosse.

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Wo wurde in Wolfsburg Musik gemacht, gehört und gekauft? Eine neue Ausstellung im Stadtmuseum zeigt die Musikgeschichte der Stadt

Doch mit Geduld und Glück hat er eine anschauliche Sammlung zusammengetragen: Tonträger, Plakate, Fotos und Instrumente. Besonders ein Ex-Musiker aus Wolfsburg hat dabei geholfen: Gerd Müller, der mit seinen „Lumpis“ ab den 60er-Jahren in und um Wolfsburg aufgetreten ist und für die Ausstellung die ehemaligen Musikkollegen wieder angerufen hat. „Die Hälfte war schon verstorben, da musste man die Ehefrauen anzapfen.“

Es hat sich gelohnt: Entstanden ist ein Raum voll Nostalgie. Die vielen Kassetten, Plakate, Eintrittskarten und T-Shirts zeugen von Zeiten, als die Wolfsburger im „Star Dust“ tanzten, in der Disko des Jembker Hofs den umgebauten Röhrenfernseher bewunderten, der passend zur Musik munter oszillierte, oder zu Live-Konzerten der Rolling Stones und von „The Who“ feierten. Mit Punk, Metal und Acapella schlägt die Sammlung den Bogen bis heute. Zwar gibt es mehr zu sehen als zu hören – aber „Soundtrack WOB“ ist, wenn es so etwas gibt, eine musikalische Augenweide.

Die Ausstellung „Soundtrack WOB“ läuft vom 24. Oktober bis zum 3. März 2019 im Stadtmuseum. Der Eintritt ist frei.

Von Frederike Müller