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Stadt Wolfsburg Großartiger Auftakt mit Weltstars
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Großartiger Auftakt mit Weltstars
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00:21 26.06.2019
Auftaktveranstaltung mit Weltstars: (v.l.) Neo Rauch, Yaara Tal, Rosa Loy und Andreas Groethuysen im Schafstall in Bisdorf. Quelle: Foto: Andreas Greiner-Napp
Bisdorf

Im voll besetzten Schafstall Bisdorf eröff­ne­te am Samstag Günther Graf von der Schu­lenburg als Künstlerischer Direktor das dies­jährige „Soli Deo Gloria – Braun­schweig Festival“. Erstmalig 1992 und seit 2012 unter dem Motto „Kunst begegnet Musik“ schafft der Ort, „wo einst die Schafe blökten“, erneut den Rahmen für eine At­mos­phäre, in der die Begegnung „mensch­lich berührend“ ist. In diesem Jahr sind zwei Künstlerpaare ver­tre­ten, die durch un­kon­ven­tionelle künstlerische Aus­drucks­formen international hohes Ansehen genie­ßen.

Rosa Loy und Neo Rauch, beide mitein­ander verheiratet, beide Vertreter der Neuen Leipziger Schule und beide „manch­mal vier­händig“ malend, stellen Werke im Foyer des Schafstalls aus. Die Künstlerin bevorzugt das Kleinformat für ihre von Sinnlichkeit ge­präg­ten, rätselhaft mythisch bis zu sur­re­alistisch anmutenden Bilder und Zeich­nun­gen. Hingegen liebt Rauch das Großfor­mat. Er hat eine eigene Aussage entwi­ckelt, die sich stilistisch in einer eigenwilli­gen Ver­mi­schung von sozialistischem Rea­lis­mus, Comic, Agitprop und Werbung als eine Art Traumwelt und Vision ausdrückt.

Seit 30 Jahren geht das Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen immer wieder auch ungewohnte Wege der Interpretation traditioneller Werke. Diesmal waren es die „Studien zu Bachs Kunst der Fuge“ des zeit­genössischen Komponis­ten Reinhard Febel.

Konnte Bach die letzte der 21 vor­hande­nen kontrapunk­tischen Ar­bei­ten nicht mehr beenden, so gilt sein Werk als kulturelles Vermächtnis und das Voll­kom­menste, das je in Tönen niederge­schrie­ben wurde. Also: unantastbar?

Kein Kompositionsschüler kommt an der Beschäftigung mit dem Werk vorbei, ein­schließ­lich der Aufgabenstellung zu kom­po­sitorischen „Stu­dien“. Gleiches macht Febel auf dem Hintergrund seiner langjäh­rigen Praxis. Erfordert das Original bereits höchs­te Ansprüche der Spieltechnik, so steigert Febel noch einmal das Anspruchsniveau an die Künstler.

Geradezu mühelos, mit einer unglaublich dynamischen Bandbreite und dank ihrer ausgefeilten Anschlagstechnik bei perfekt abgestimmtem Spiel stellen sich Tal und Groethuysen dieser Herausforderung. Stets ist der originale Bach zu hören, wäh­rend durch rhythmische oder harmo­nische Verschiebungen, Oktavie­rungen oder einge­wor­fene, aus Obertonreihen gebil­dete Akkorde die Stücke immer wieder ein modernes Gewand erhalten. Eben: Künstlerische Studien im Sinne einer Ver­bin­dung von Tradition und Gegen­wart.

Noch heute gibt Bachs Werk in vielerlei Hinsicht Rätsel auf. Die Eröffnungsver­anstal­tung hat einen wertvollen Beitrag zur Antwort­findung geliefert. Bravo.

Von Heinz-Werner Kemmling

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