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Stadt Wolfsburg So überzeugte Aida: Wenig Pomp, viel vom eigentlichen Kern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So überzeugte Aida: Wenig Pomp, viel vom eigentlichen Kern
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10:00 23.09.2019
Szene aus der Aida-Inszenierung des Landestheaters Detmold: Radames und Aida, hier in einem Museum. Quelle: Heinz-Werner Kemmling
Wolfsburg

Verdis Oper „Aida“ ist nicht nur in seinem Schaffen eines der bedeutendsten Musikwerke, sondern gehört auch zum festen Repertoire der Opernbühnen. Eine bemerkenswerte Aufführung der Verdioper bot das Landestheater Detmold am Freitag dem Publikum im Scharoun Theater Wolfsburg. Die Inszenierung verzichtet auf den gewohnt pomphaften Hintergrund.

Handlung in Museum verlegt

Joan Anton Rechi verlegt die Handlung in ein Museum und nutzt so die Möglichkeit, Geschichte und Gegenwart geschickt miteinander zu verbinden. Schnelle Veränderungen der Kostüme (Mercé Paloma) sowie des spärlichen Bühnenaufbaus (Gabriel Insignares) verflechten wie in einem Traum beide Zeitebenen.

Eifersucht, Enttäuschung und Machtspiel

Aus einer träumenden Putzfrau und einem sich als Kavalier erweisenden, attraktiven Museumsmitarbeiter werden Radames und Aida, der Feldherr und die schöne äthiopische Sklavin. Dazwischen steht Amneris, die ägyptische Königstochter. Konzentration auf die spannungsgeladene Dreiecksgeschichte. Der eigentliche Kern der Oper. Ganz im Sinne Verdis werden die Facetten von Eifersucht, Enttäuschung und Machtspiel berührend ausgespielt. Lichteffekte (Thomas Märker) verstärken die Aussagekraft.

Im Theater: Der Verdi-Klassiker Aida. Quelle: Heinz-Werner Kemmling

Elena O’Connor als Aida, Ji-Woon Kim als Radames und Katuna Mikaberidze als Rivalin lassen mit umfangreichem Stimmpotenzial und schauspielerischem Einsatz die verkörperten Figuren hautnah lebendig werden. Gleiches gilt für Andreas Jören als äthiopischer und Irakli Atanelishvili als ägyptischer König. Rebecca Oh (Priesterin), Seungweon Lee (Priester), Eungdaen Han (Bote) und der in jeder Hinsicht präsente Opernchor ergänzen die mitreißende Leistung des Bühnenensembles.

Musik mit magischem Reiz

Lutz Rademacher stellt als Dirigent souverän die Verbindung zwischen Bühne und dem Symphonischen Orchester her. Die fein herausgearbeiteten Abstufungen von „zart“ bis „kraftvoll“ verleihen der Musik einen magischen Reiz. Dabei treten die „Ohrwürmer“ der Oper zurück und sind organisch in die Gesamtkomposition eingebettet. Großer Beifall für eine herausragende Gesamtleistung.

Von Heinz-Werner Kemmling

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