Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg So skurril sind die Exponate der neuen Sonderausstellung im Phaeno
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So skurril sind die Exponate der neuen Sonderausstellung im Phaeno
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 16.11.2019
Der vergiftete Kater … und andere Märchenmaschinen: Im Phaeno sind ab sofort ganz besondere Exponate ausgestellt. Quelle: Britta Schulze
Stadtmitte

Makaberer englischer Humor und faszinierende künstlerisch gestaltete Mechanik sind seit dem Wochenende im Phaeno zu bewundern. Am Samstag eröffnete die Sonderausstellung „Der vergiftete Kater ... und andere Märchenmaschinen“ mit Exponaten des Cabaret Mechanical Theatres. Und viele Besucher – vor allem die Kinder – kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Skurril sind die Exponate allemal: Der Kater trinkt vergiftete Milch, fällt um und ist offensichtlich tot. Dann steht er wieder auf – und das Spiel geht von vorne los. Die ganze Szenerie ist aus Holz gearbeitet und wird durch eine raffinierte Mechanik gesteuert, so dass man Ende über ein einziges Rad den ganzen Ablauf steuern kann.

Hier eine Bildergalerie:

Im Wolfsburger Wissenschaftsmuseum öffnete am Samstag die Ausstellung „Der vergiftete Kater...“ seine Pforten. Die Exponate beweisen technische Raffinesse und sind zugleich kleine Kunstwerke.

Genau dies sei, so Phaeno-Chef Michel Junge, der Grund, warum die Ausstellung im Phaeno genau richtig sei. „Gerade diese Maschinen zeigen technische Details im Innenleben, die genau zu sehen sind“, erklärt er. Damit beginne Naturwissenschaft, indem man genau beobachte und ausprobiere.

Phaeno: 30 Exponate aus dem englischen Cabaret Mechanical Theatre

Probieren können die Besucher in der Sonderausstellung viel. Neben den 30 Ausstellungsstücken des Cabaret Mechanical Theatres sind zehn weitere Exponate des Phaeno ausgestellt, an denen man im großen Maßstab alle verwendeten Mechaniken der künstlerischen Werke ausprobieren und nachvollziehen kann.

Auch befindet sich mitten in der Sonderausstellung ein Mitmachstation, bei der die Besucher selbst kleine mechanische Kunstwerke bauen können. Unter anderem soll ein großes Kunstwerk aus 40 einzelnen Maschinen entstehen, die miteinander verbunden werden können. Über eine Nockenwelle wird eine Figur bewegt.

Besucher des Phaeno sollen eine Riesen-Nockenwelle bauen

„Ich denke, dass es gerade in Wolfsburg genug Menschen gibt, die wissen wie eine Nockenwelle funktioniert und daher bestimmt hervorragende Kunstwerke bauen können“, sagt Dominik Essing, Projektleiter der Ausstellung, augenzwinkernd mit Hinblick auf die aus dem Verbrennungsmotor bekannte Komponente.

Für Michel Junge ist die neue Sonderausstellung zudem ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Als er vor 20 Jahren im Science Center im schweizerischen Winterthur tätig war, gastierte das Cabaret Mechanical Theatre dort ebenfalls mit ihrer Chefin Sarah Alexander, die am Samstag auch in Wolfsburg zu Gast war und zur Eröffnung einen Einführungsvortrag im Wissenschaftstheater hielt.

Neue Ausstellung im Phaeno

Bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Phaeno 30 Exponate aus dem Cabaret Mechanical Theatre. Es begann 1979 mit einem Kunsthandwerks-Shop in Falmouth, Cornwall von Sarah Alexanders Mutter Sue Jackson. Aus der Ausstellung der ersten Exponate von Paul Spooner entstand im Laufe der Jahre eine riesige Sammlung mit Arbeiten von 16 Künstlern. Werke von sieben Künstlern sind im Phaeno zu sehen.

Das Phaeno hat Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos erhalten Interessierte unter www.phaeno.de.

„Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Sheep Shearer“, erinnert sich Junge. Das Werk von Ron Fuller zeigt ein Schaf, das die Schere übernommen und den Schäfer arg in die Mangel genommen hat. Aber auch Wanda Sowrys „Wanda’s Workshop“ ist sehr sehenswert. Die Maschine zeigt die Künstlerin selbst, wie sie an der Werkbank das andere Stück „Pirates“ erarbeitet. Dieses steht dann auch gleich daneben.

Auch Peter Markeys bunte „Big Wave Maschine“ ist äußerst faszinierend mit seinen vielen beweglichen Teilen. Bei den meisten Werken sollte man zweimal hinschauen: Zum einen, um die Mechanik zu bestaunen, zu anderen, um das Objekt als Kunstwerk zu erfassen.

Lesen Sie auch:

Von Robert Stockamp

Traditionell haben wieder rund 200 kleine Wolfsburger farbenfrohe Figuren auf zwei große Stoffteile gemalt. Es sind Motive aus dem diesjährigen Weihnachtsmärchen „Der Zauberer von Oz“ im Scharoun Theater.

16.11.2019

Weiterhin bliebt unklar, warum die Familie Lancellotti in Italien nicht über den Tod ihres Sohnes Nicola in Wolfsburg informiert wurde. Die Stadt versichert nun, umgehend das italienische Konsulat benachrichtigt zu haben.

16.11.2019

Die Vorbereitungen für die Winterinszenierung in der Wolfsburger Autostadt laufen auf Hochtouren: In diesem Jahr werden „Tabaluga“-Eisshows aufgeführt. Sänger Peter Maffay machte sich von den Proben selbst ein Bild.

17.11.2019