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Stadt Wolfsburg So kam das Friedenslicht aus Bethlehem ins Rathaus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So kam das Friedenslicht aus Bethlehem ins Rathaus
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10:00 20.12.2018
„Das Besondere an dem Licht ist, dass alle daran mitarbeiten“: Therese Zimkowsky, Erik Bennat und Jonathan van de Kraan (v.r.) brachten die Flamme zu Klaus Mohrs ins Rathaus.
„Das Besondere an dem Licht ist, dass alle daran mitarbeiten“: Therese Zimkowsky, Erik Bennat und Jonathan van de Kraan (v.r.) brachten die Flamme zu Klaus Mohrs ins Rathaus. Quelle: Frederike Müller
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Stadtmitte

Normalerweise sind Flammen jeder Art im Rathaus verboten. Seit Montag brennt jedoch munter eine Ausnahme im Eingangsbereich: Pfadfinder haben das Friedenslicht aus Bethlehem gebracht.

Nur die Regionalzugschaffner stellen sich mitunter quer

1986 hat der Österreichische Rundfunk (ORF) die Aktion ins Leben gerufen. Jedes Jahr fliegt ein österreichisches Kind nach Bethlehem, um in der Geburtskirche Christi das Friedenslicht zu entzünden. Per Flugzeug geht es dann nach Wien – ein explosionssicheres Spezialbehältnis macht es möglich. Und von da bringen Pfadfinder das Licht mit dem Zug in weitere europäische Länder. „Die Deutsche Bahn hat als letzte europäische Bahn zugestimmt, die Flamme zu transportieren“, weiß Therese Zimkowsky vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Wolfsburg. Mittlerweile habe man aber nur noch in den Regionalzügen ab und an Probleme mit resoluten Schaffnern.

Licht wird von der Kreuzkirche aus weitergegeben

Jetzt brennt das Friedenslicht auch in der Wolfsburger Kreuzkirche, von wo aus es weitergegeben wird. Gut zu wissen, findet Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Denn die Putzkräfte haben schon einige Male nachts die Kerze im Rathausfoyer gelöscht, weil sie nicht wussten, dass der Brandschutz eine Ausnahme gemacht hat. „Zur Not weiß ich, wo ich es wieder zurückhole“, scherzt Mohrs.

Moslemische Pfadfinder sind dem Deutschen Pfadfinderring beigetreten

Das wäre aber auch kein Drama, erklärt Zimkowsky. „Das Besondere an dem Licht ist nicht die brennende Kerze, sondern dass alle daran mitarbeiten.“ Gemeinschaft ist wichtig, das zeigt sich auch an dem Motto „Frieden braucht Vielfalt“, unter dem die Flamme in diesem Jahr gereist ist. Passend dazu konnte Zimkowsky stolz verkünden, dass nun auch der 2010 gegründete Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschland zum übergeordneten Pfadfinderring gehört: „Wir sind glücklich, dass es so weit gekommen ist.“

Von Frederike Müller