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Stadt Wolfsburg So bekämpft die Stadt den Eichenprozessionsspinner
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So bekämpft die Stadt den Eichenprozessionsspinner
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20:55 19.06.2019
Eichenprozessionsspinner: Eine Firma entfernt im Auftrage der Stadt die Nester aus den Bäumen. Quelle: Foto: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Großer Wirbel um einen kleinen Falter: Der Eicheprozessionsspinner ist in aller Munde. So jetzt auch im Ausschuss für Bürgerdienste am Dienstag. Michael Sothmann, Geschäftsbereichsleiter Bürgerdienste, erklärte den Mitgliedern das aktuelle Vorgehen der Stadt: Die Nester der Insekten werden in erster Linie abgesaugt.

Die Härchen der Raupen enthalten Nesselgift

Überall im Stadtgebiet gibt es Meldungen über die großen gespinnstartigen Nester der raupen. Die Härchen der Raupen enthalten ein Nesselgift ähnlich der Brennnessel, das allergische Reaktionen hervorrufen und sogar bis zu vier Jahren wirksam bleiben kann. Die Stadt Wolfsburg entfernt an akuten Stellen wie an Kitas und Klinikum, Altenheimen und Schulen die Nester mit Hilfe von großen Saugern. „Das ist aufwendig und teuer, dafür ist es umweltfreundlich und schnell.“

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Eichenprozessionsspinner: In Wolfsburg gibt es Schwerpunkte

In Wolfsburg gibt es aktuell Schwerpunkte, wo der Falter auftritt: Entlang der K 47 zwischen Kreuzheide und Brackstedt sind 74 Bäume betroffen, aktuell wird abgesaugt. Im VW-Bad und auch am Nordfriedhof sind Bäume abgesperrt worden, am Rabenberg, in Wendschott, Hageberg und Nordstadt gibt es ebenfalls Eichen mit Nestern.

Auch im Nordfriedhof sind Eichen betroffen und deshalb markiert worden. Quelle: Roland Hermstein

Auf Nachfrage der AfD erklärte Sothmann: „Im Stadtwald finden keine Bekämpfungsmaßnahmen statt. Über entsprechende Hinweisschilder denken wir nach.“

Versprühen von Gift: Gefahr für das gesamte Ökosystem

Michael Kühn, Naturschutzbeauftragter der Stadt, wies eindringlich auf die Gefahren durch die Versprühen von Gift wie es aktuell im Landkreis Gifhorn passiert, hin: „Nicht nur die Raupen des Eichenprozenssionsspinners werden getötet Auch alle andere Insekten wie Bienen und Schmetterlinge.“ Das gesamte Ökosystem des Waldes werde so lahmgelegt. Eingehend auf eine zuvor hitzig geführte Diskussion im Ausschuss zum Thema Klimaschutz, sagte Kühn: „Wir reden über den Klimawandel. Und was wir dagegen tun können. Es hängt doch alles miteinander zusammen.“ Denn: Die Sommer werden heiß und trockener – und der Eichenprozessionsspinner mag es nun mal trocken und warm.

Die Entwicklung im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

18. Juni 2019: Eichenprozessionsspinner in WolfsburgAbsaugen und warnen: Kritik am Umgang mit Giftraupe

18. Juni 2019: Eichenprozessionsspinner: Gefährliche Raupe macht sich im VW-Bad breit

30. Mai 2019 : AllergienGesundheitsamt Wolfsburg warnt vor Eichenprozessionsspinnern

14. Mai 2019: RühenEPS: Auch nach Besprühung keine Entwarnung

13. Mai 2019: Kampf gegen Eichenprozessionsspinner gestartet

11. Mai 2019: EPS-Bekämpfung mit dem Hubschrauber auf 21 Routen

10. Mai 2019 Kostenexplosion und Waldschäden in Wolfsburg - Hiobsbotschaften für den Ortsrat Stadtmitte

10. Mai 2019: Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung: Gesundheitsrisiken gering

9. Mai 2019: Wetter bestimmt Zeitpunkt der Helikopter-Einsätze

8. Mai 2019: Helikopter-Einsätze erst am Montag

3. Mai 2019: Bekämpfung aus der Luft startet nächste Woche

30. April 2019: Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt

27. April 2019: Kreis beteiligt sich an Bekämpfungskosten

12. April 2019: So kämpft der Kreis Gifhorn gegen die Raupe

11. April 2019: RühenKleine Raupe sorgt wieder für großen Ärger

29. März 2019: Eichenprozessionsspinner: Petition mit 7000 Unterschriften übergeben

25. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Landtags-Petition zu den Kosten kann starten

23. Februar 2019: Prozessionsspinner: Noch wenig Bewusstsein für das Raupenproblem

20. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne im Landkreis Gifhorn für das Absaugen

17. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne sehen Minister in der Pflicht

14. Februar 2019: Info-Abend – Prozessionsspinner bewegt auch die Wendschotter

10. Februar 2019: Rühener sammeln Unterschriften gegen Eichenprozessionsspinner

8. Februar 2019: Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden

1. Februar 2019: Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

4. Januar 2019: Parsau und Rühen warten jetzt aufs Land

8. November 2018: In FFH-Gebieten keine Bekämpfung aus der Luft

3. September 2018: Rühen bekommt Hilfe im Kampf gegen Raupe

9. August 2018: Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

25. Juli 2018: Natürliche Feinde sollen gegen Prozessionsspinner helfen

19. Juli 2018: Neuer Antrag auf Bekämpfung aus der Luft

7. Juli 2018: Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an

22. Juni 2018: Weyhäuser Weg bei Wolfsburg - Keine Chance für Eichenprozessionsspinner

14. Juni 2018: Wolfsburger Behörden-Wirrwarr – Eichenprozessionsspinner: Zuständigkeits-Wirrwarr bei Stadt

24. Mai 2018: Eichenprozessionsspinner: – Strecke für Volkstriathlon muss verändert werden

2. August 2012: Gefährlicher Prozessionsspinner: Wolfsburger Stadtverwaltung lässt alle Raupen-Nester absaugen!

Von Claudia Jeske