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Stadt Wolfsburg Silvester-Knallerei: Baumarkt will ab 2020 keine Böller mehr verkaufen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Silvester-Knallerei: Baumarkt will ab 2020 keine Böller mehr verkaufen
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08:00 28.12.2019
Lassen es krachen: Marktleiter Rizo Giovanni (links), Kerstin Schneider und Sirko Berthold bieten bei Real im Heinenkamp System-Feuerwerke an. Bei diesem Feuerwerk sind 15 Batterien miteinander verbunden. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Silvester steht kurz bevor: China-Böller, Raketen-Sortimente und Batterien mit einer Explosivmasse von bis zu 1,3 Kilogramm sind ab Samstag in den Geschäften erhältlich. Auch in diesem Jahr gehen die Händler davon aus, dass Feuerwerks-Batterien der Verkaufsschlager sein werden. Die WAZ sprach mit Marktleitern und Mitarbeitern von Baumärkten und im Einzelhandel über Feuerwerk- Trends und Verkaufszahlen von Silvester-Böllern.

Hornbach will ab 2020 Verkauf von Feuerwerkskörpern stoppen

Zum letzten Mal bietet der BaumarktHornbach“ im Gewerbegebiet Heinenkamp in diesem Jahr Feuerwerk in diesem Jahr für seine Kundschaft an. „Wir verzichten auf den Verkauf ab 2020 aus Gründen der Feinstaubbelastung, wegen der Lärmbelästigung und auch, um Rücksicht auf Tiere zu nehmen“, sagt Gerd Storaczek, Assistent der Marktleitung. Generell sei der Verkauf von Feuerwerkskörpern in den vergangenen Jahren leicht rückläufig, „auch wenn wir bisher noch unser gesamtes Sortiment losgeworden sind“, so Stroaczek. In diesem Jahr sind bei Hornbach Feuerwerkskörper mit einem Gesamtgewicht von rund 1,3 Tonnen Sprengstoff im Verkauf. „Ich denke jedoch, man kann das neue Jahr auch ohne Böller beginnen“, berichtet Storaczek.

Silvester-Böller: Der Einzelhandel packt aus – eine Bildergalerie:

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern startet am Samstag. Raketen, Batterien und Knallkörpern liegen dann in den Geschäften aus.

Feuerwerks-Batterien bleiben weiter im Trend in Wolfsburg

Von leicht rückläufigen Verkaufszahlen in den vergangenen Jahren berichtet auch Giovanni Rizo vom Real-Markt im Heinenkamp. „Ich denke, dass liegt an den vielen Böller-Verboten in den Städten“, berichtet er. Umsatzzahlen möchte er nicht nennen. Doch vor allem China-Böller wären bei den Kunden weniger gefragt. „Der Trend geht klar zu den Batterien. Diese müssen nur einmal angezündet werden“, so der Marktleiter. Vor allem das Systemfeuerwerk sei gefragt, dabei sind bis zu 15 Batterien miteinander verbunden. Etwa 140 Sekunden lang brennt die teuerste Batterie laut Hersteller ab. Der Preis für 1,3 Kilogramm Explosivmasse liegt bei 159 Euro.

Für Tiere gibt es geräuscharmes Feuerwerk

Auch beim Hagebaumarkt im Vogelsang in sind Verbundbatterien erhältlich und der Verkaufsschlager, wie beispielsweise die Batterie mit 126 Schuss und 2 Kilo Sprengmasse. Die Kosten dafür liegen bei 139 Euro. Der Hagebaumarkt öffnet am Samstag eine Stunde früher, um 7 Uhr, für den Feuerwerks-Verkauf. „Wir werden auch im nächsten Jahr, solange es unsere Kunden wünschen, Feuerwerk im Sortiment führen“, sagt Ramon Kotzan, Mitarbeiter im Hagebaumarkt. Vorab bietet der Baumarkt eine Feuerwerks-Vorführung auf dem Parkplatz an. Erstmals in diesem Jahr gibt es, wie auch bei Hornbach, ein geräuscharmes Feuerwerk. „Das bietet ausschließlich Lichteffekte und ist schonender für Tiere“, so Kotzan.

Rückläufige Zahlen beim Verkauf von Feuerwerkskörpern in Wolfsburg

Von einem generell leicht rückläufigen Verkaufstrend spricht auch Heike Matthies, Markleiter des Edeka im Drömling Center. Seit etwa zwei bis drei Jahren werde weniger Feuerwerk gekauft. „Ich denke, das Umweltbewusstsein hat zugenommen. Auch wir beschäftigen uns mit dem Thema, ob wir weiterhin Feuerwerkskörper verkaufen werden“, sagt Matthies. Doch der Kassenschlager sei auch in seinem Geschäft derzeit noch die Batterien.

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern startet am Samstag, 28.Dezember und endet am Dienstag, 31. Dezember.

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