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Stadt Wolfsburg Siebenschläfer: Recht treffsicher, aber keine Garantie
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Siebenschläfer: Recht treffsicher, aber keine Garantie
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06:03 27.06.2019
Das Wetter fest im Blick: Ben Weber weiß, warum es gerade so heiß ist und es auch noch länger so bleiben könnte. Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

Die Hitzewelle rollt – und am heutigen Donnerstag ist Siebenschläfer. Was das für die Sommerferien heißen könnte, erläutert der Gifhorner Wetter-Experte Ben Weber im Interview mit Dirk Reitmeister für AZ, PAZ und WAZ.

Wie ist die jetzige Wetterlage entstanden?

Wetter-Ben: Verantwortlich für diese Wetterlage kann man hauptsächlich das Tiefdruckgebiet „Nasir“ machen. Dies befindet sich aktuell über dem Ostatlantik und pumpt heiße Luft direkt aus der Sahara zu uns nach Deutschland. Dazu kommen Hochdruckgebiete, die keine Wolkenbildung zulassen und die Sonne so in diesen langen Tagen den Rest machen kann.

Was ist eine Heißluftdüse?

Eine Heißluftdüse ist ein – wenn ich ehrlich bin – etwas übertriebener Begriff für das Zusammenspiel von sich gegen den Uhrzeigersinn drehenden Tiefs und sich mit dem Uhrzeigersinn drehenden Hochs. Durch diese unterschiedliche Drehung bildet sich oft zwischen dem Tief und dem Hoch eine Art Düse, mit der Luftmassen in eine Richtung gepumpt werden. So eine Art Düse hat sich auch in diesem Fall gebildet. Und da diese heiße Saharaluft nach Deutschland pumpt, kann man sie Heißluftdüse nennen.

Was erwartet uns in den kommenden Tagen?

Das meiste ist erstmal vorbei und am Donnerstag und Freitag gibt es Maximaltemperaturen von 25 °C bis 26 °C. Zum Wochenende steigt die Temperatur jedoch wieder, und am Sonntag sind erneut bis zu 33 °C oder gar 35 °C möglich. In der nächsten Woche scheint sich die Temperatur langsam wieder bei maximal 20 °C bis 25 °C einzupendeln und auch der ein oder andere Schauer ist theoretisch wieder möglich – sicher ist das aber nicht.

Im vorigen Jahr hatten wir zum Siebenschläfer heißes Sommerwetter – und danach einen Jahrhundertsommer. Wie treffsicher ist die Bauernregel und was lässt sie dieses Jahr erwarten?

Tatsächlich lässt sich eine Singularität zwischen der Witterung rund um den Siebenschläfer und den Wochen danach feststellen. Das liegt hauptsächlich an der Lage des Jetstreams. Dieser liegt aktuell recht weit nördlich. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit für eine heiße und trockene Witterung in den nächsten Wochen liegt bei etwa 55 bis 60 Prozent. Wie der Sommer wird, kann aber keiner sicher sagen. Auch, wenn es nämlich viele Anzeichen für einen ähnlich heißen und trockenen Sommer wie letztes Jahr gibt, gibt es aktuell auch Hinweise auf einen durchwachsenen und nur leicht zu warmen Sommer.

Von Dirk Reitmeister

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