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Stadt Wolfsburg Shell-Jugendstudie: Das denken junge Menschen in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Shell-Jugendstudie: Das denken junge Menschen in Wolfsburg
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14:03 28.10.2019
„Eine Generation meldet sich zu Wort“: Die aktuelle Shell-Jugendstudie ist jetzt erschienen und löst auch in Wolfsburg Reaktionen aus. Quelle: dpa-Zentralbild
Wolfsburg

„Eine Generation meldet sich zu Wort“, so werden die Ergebnisse der 18. Shell-Jugendstudie überschrieben – und Wolfsburgs Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik sieht viele der Ergebnisse auch in Wolfsburg bestätigt. Zentrale Aussagen sind: Die Jugend will mehrheitlich beteiligt werden und mitgestalten. „Es zeigt sich auch, dass junge Menschen in der Mehrheit für eine vielfältige, offene und gerechte Gesellschaft eintreten“, freut sich Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik. Sie seien weiterhin in ihrer großen Mehrheit tolerant gegenüber anderen Lebensformen, Minderheiten und sozialen Gruppen.

Zunehmende Sorge um die ökologische Zukunft

„Es deckt sich weitgehend mit unseren Erfahrungen aus der Wolfsburger Kinder- und Jugendarbeit, sowohl der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch der Jugendverbandsarbeit“, so Czimczik. Die Jugendforscher unterstreichen zum Beispiel: Quer durch alle Gruppierungen findet sich eine Reihe von Gemeinsamkeiten, darunter eine zunehmende Sorge um die ökologische Zukunft, ein Trend zu gegenseitigem Respekt und einer Achtsamkeit in der eigenen Lebensführung, ein starker Sinn für Gerechtigkeit sowie ein wachsender Drang, sich für diese Belange aktiv einzubringen.

Wie tickt die Jugend? Wir müssen auch in schwierigen Zeiten weiter in Kinder- und Jugendarbeit investieren“, sagt Wolfsburgs Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik. Quelle: contrastwerkstatt/ Fotolia

„Ernsthafte und wirksame Beteiligung junger Menschen muss deswegen in Wolfsburg weiter ausgebaut und verstetigt werden. Wolfsburg ist mit vielen Initiativen und Projekten auf dem richtigen Weg, um sich erfolgreich zu einer kinderfreundlichen und jugendgerechten Kommune zu entwickeln. Wir müssen auch in schwierigen Zeiten weiter in Kinder- und Jugendarbeit investieren“, fordert Czimczik. „Kinderfreundlichkeit und Jugendgerechtigkeit sind dabei nicht gleichzusetzen mit Familienfreundlichkeit. Gute Kindertagesstätten und sanierte Schulen ersetzen kein Jugendzentrum, das darf nie vergessen werden.“

Jugendhäuser als Lernstätten der Demokratie

Ein sehr gutes Beispiel für „Jugend Raum geben!“, das die Stadt Wolfsburg von anderen Kommunen unterscheidet, sei ihre Bereitschaft, Kontrolle und Gestaltungsmacht unmittelbar an Jugendliche abzugeben. Selbstverwaltete Jugendhäuser, so wie das jetzt zur Sanierung anstehende Jugendhaus Ost, sind laut Czimczik Werk- und Lernstätten der Demokratie.

Für die Jugendförderung der Stadt Wolfsburg sei außerdem die Unterstützung der Fridays-for-Future-Bewegung von Beginn an eine wichtige Angelegenheit gewesen. „Auch in Wolfsburg müssen die berechtigten Anliegen und Ängste der nachwachsenden Generation in der tagesaktuellen politischen Agenda sichtbar werden“, so Czimczik.

Czimczik: Jugendliche brauchen einen guten öffentlichen Nahverkehr

So seien junge Menschen unter 18 Jahren in Wolfsburg grundsätzlich auf einen gut ausgebauten ÖPNV angewiesen, da dieser ihnen eine von Eltern unabhängige stadtweite Mobilität ermöglicht. Nur ein gut ausgebauter ÖPNV mache die sogenannten abendlichen Elterntaxis überflüssig.

Doch es gibt auch Studienergebnisse, die Czimczik bedenklich findet: Der Aussage „Die Regierung verschweigt der Bevölkerung die Wahrheit“ stimmten 53 Prozent der Befragten zwischen 12 und 27 Jahren zu. Der Stadtjugendpfleger sieht in diesem Phänomen einen Weckruf für Lehrkräfte und Mitarbeitende in der Jugendarbeit. Politische Bildung müsse wieder Teil des pädagogischen Alltags werden. „Es gilt, zu jeder Zeit und an jedem Ort Haltung für Freiheit, Vielfalt und Toleranz zu zeigen.“

Alle Infos zur Studie gibt es unter shell.de/jugendstudie.

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