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Stadt Wolfsburg Sexueller Missbrauch: 28-Jähriger kontaktiert Jungen über „Fortnite“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sexueller Missbrauch: 28-Jähriger kontaktiert Jungen über „Fortnite“
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00:23 27.06.2019
Prozessauftakt gegen einen 28-jährigen Wolfsburger wegen schwerem sexuellen Kindesmissbrauch in 19 Fällen am Landgericht Braunschweig. Quelle: swi
Wolfsburg

Am Montag begann am Landgericht Braunschweig der Prozess gegen einen 28-jährigen Wolfsburger wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in 19 Fällen. Die Opfer zwischen 10 und 14 Jahren soll er teilweise über das Online-Spiel „Fortnite“ und das Portal YouTube kontaktiert haben (WAZ berichtete).

Sexuelle Handlungen an Personen unter 14 Jahren

Dem Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen, sich im Internet Anfang 2018 einem 12-jährigen Jungen gegenüber als 16-Jähriger ausgegeben zu haben. Er soll dem Jungen unaufgefordert ein kurzes Video mit sexuellen Handlungen geschickt haben. Anschließend soll er den Jungen aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, dieses zu filmen und das Video dem Angeklagten zu schicken, was das Kind auch gemacht haben soll. Ferner soll der Angeklagte im Januar 2019 an zwei verschiedenen Personen unter 14 Jahren sexuelle Handlungen vorgenommen haben.

Angeklagter wird an seinem Arbeitsplatz in Gifhorn verhaftet

Der Angeklagte wurde am 24. Januar 2019 nach Hinweisen von Eltern der betroffenen Opfer an seinem Arbeitsplatz in Gifhorn verhaftet. Er ist bereits einschlägig vorbestraft und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Derzeit wird die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus geprüft.

Zum Prozessauftakt: Öffentlichkeit wird ausgeschlossen

Gleich zu Beginn des Prozesses gab die vorsitzende Richterin am Montagmorgen dem Antrag der Nebenkläger-Anwälte statt, aus Gründen des Opferschutzes die Öffentlichkeit von Teilen des Prozesses auszuschließen. Ein Ausschluss der Öffentlichkeit ist insbesondere in Missbrauchsfällen zum Schutz der Intimsphäre der Zeugen, in diesem Fall der minderjährigen Kinder, sinnvoll und notwendig.

Nach der Anklageverlesung wurde die Öffentlichkeit kurzzeitig wieder zum Prozess zugelassen. Daraufhin stellte der Verteidiger die Verlesung einer 15-seitigen Einlassung des Angeklagten in Aussicht, in der er sich zur Sache und zu persönlichen Hintergründen äußern werde. Auch für die Verlesung dieser Einlassung wurde die Öffentlichkeit dann auf Antrag der Nebenkläger wieder vom Prozess ausgeschlossen.

Zeugen und Opfer sollen in den nächsten Tagen aussagen

Für die weiteren Prozesstage sind vernehmungsersetzende Verlesungen von Zeugenaussagen anberaumt, um den Opfern persönliche Aussagen vor Gericht zu ersparen. Ein vollumfängliches Geständnis des Angeklagten könnte den Opfern ebenfalls die Aussagen ersparen und muss immer strafmildernd für den Angeklagten berücksichtigt werden. Am Ende des ersten Prozesstages ließ die Pressestelle des Landgerichts verlautbaren, dass sich der Angeklagte in der 15-seitigen Verteidigererklärung geständig gezeigt habe. Die Fortsetzung des Prozesses ist für Dienstag geplant.

Von der WAZ-Redaktion/swi

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