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Stadt Wolfsburg Serientäter unterwegs? Meldungen über Giftköder häufen sich
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Serientäter unterwegs? Meldungen über Giftköder häufen sich
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20:24 24.12.2019
Giftköder? Ein Spaziergänger hat verdächtiges Kleinzeug am Rabenberg gefunden. Quelle: Foto: DPA/privat
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Rabenberg

Sind es Giftköder? Ein Hundehalter hat am Rabenberg bunte Kleinteile gefunden, die er für Rattengift hält, das für Hunde ausgelegt wurde. Seit einigen Wochen gibt es immer wieder Gerüchte über vergiftete Hunde am Rabenberg.

Der 32-jährige Rabenbergbewohner war am Freitag mit seinem Hund in der Straße Rothehof unterwegs. „Aber eine Frau, die gerade aus einem Auto stieg, warnte mich schon vor Ködern in der Nähe“, berichtet der Wolfsburger. Und tatsächlich: Ein Stück weiter den Rothehof entlang fand er merkwürdige kleine Kügelchen und Stäbchen, zunächst an einem Sitzplatz mit Bänken, dann alle paar Meter weitere am Wegrand – da, wo Hunde eben gern schnüffeln. „Und mein Hund ist ja auch so ein kleiner Staubsauger, der alles sofort auffrisst“, weiß der 32-Jährige aus Erfahrung.

Deshalb brachte er seinen Hund in Sicherheit, sammelte die möglichen Köder ein und übergab sie der Polizei. „Die Polizei war verwundert, weil sie Giftköder eigentlich anders kennen“, so der Wolfsburger. Nach seinen eigenen Recherchen handele es sich aber vermutlich um Rattengift.

Gerüchte um vier tote Hunde

Die Polizei hat nun die Ermittlung aufgenommen und eine Untersuchung veranlasst. Anzeigen wegen Hundevergiftungen am Rabenberg seien aber in letzter Zeit nicht eingegangen, berichtet ein Sprecher. Zuletzt seien der Polizei Fälle in der Nordstadt bekannt geworden. „Man sollte aufpassen, wenn man mit dem Vierbeiner rausgeht – egal wo“, rät der Beamte. In den sozialen Medien ist allerdings davon die Rede, dass in den vergangenen zwei Wochen schon vier Hunde am Rabenberg wegen Giftködern gestorben seien. „Wenn man hier aus dem Fenster guckt, sieht man nur noch Hunde mit Maulkorb“, erzählt der 32-jährige Hundehalter. Auch er hat die Geschichten von den vergifteten Hunden gehört – doch die Halter kennt er nicht persönlich.

Hundetrainerin Vanessa Engelstädter bestätigt jedoch, dass die Gefahr im Moment hoch sei: „Seit ich als Hundetrainerin arbeite, also seit über zehn Jahren, gab es immer mal wieder solche Wellen von Giftködermeldungen.Manchmal hatten die Hunde aber auch nur an einem Giftpilz geleckt oder wurden gar nicht toxologisch untersucht, sodass die Meldungen nicht bestätigt wurden. Aber seit einem Jahr scheinen tatsächlich ein oder mehrere Serientäter in Wolfsburg unterwegs zu sein. Die Tierärzte haben mich auch schon angesprochen und von mehr nachgewiesenen Vergiftungsfällen berichtet, sowohl bei Hunden als auch bei Katzen.“

Auch mit der Polizei hat Engelstädter schonmal gesprochen, weil sie die Täterprofile hinter solchen Attacken interessierten. „Das sind nicht unbedingt Hundehasser, sondern zu 90 Prozent einfach frustrierte Menschen, die Aufmerksamkeit suchen.“

Immer wieder berichten Hundehalter von Giftködern in Wolfsburg. Doch es gibt Möglichkeiten, mit der Gefahr umzugehen.

Um Hundehalter gegen Giftköder-Vorfälle zu wappnen, hat sie gemeinsam mit einer befreundeten Tierärztin einen Vortragsabend geplant: Am Freitag, 14. Februar, geht es in der Bösdorfer Straße 13a, Rätzlingen, um verschiedene Methoden, damit umzugehen: vom Erkennen der Köder über Maulkörbe, Symptome und Erste Hilfe bis zum Hundetraining, um den Tieren das Futtern am Wegesrand direkt abzugewöhnen. Weitere Infos gibt’s im Netz unter www.hund-im-alltag.de.

Von Frederike Müller

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