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Stadt Wolfsburg Studieren in Wolfsburg könnte bald noch teurer werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Studieren in Wolfsburg könnte bald noch teurer werden
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16:15 15.11.2019
Die neuen Erstsemester an der Ostfalia-Hochschule in Wolfsburg: Wer in Ostniedersachsen studiert, muss mehr zahlen als in vielen anderen Regionen. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Wer in Wolfsburg studiert, zahlt pro Semester 104 Euro ans Studentenwerk. Schon jetzt ist das der dritthöchste Beitrag in ganz Deutschland. Bald könnten die Kosten noch weiter ansteigen.

Für Wolfsburg ist das Studentenwerk Ostniedersachsen zuständig, eines der größten der 57 deutschen Studentenwerke. Studierende der Ostfalia-Hochschule können sich in Wolfsburg über zwei Wohnheime und ein Bistro freuen, die vom Studentenwerk betrieben werden. Außerdem bietet das Studentenwerk vor Ort BaföG-Beratung an. Für solche Angebote brauchen die Studentenwerke natürlich Geld. Ein Teil davon finanziert sich durch den Semesterbeitrag, den die Studis zahlen müssen.

Das Land hat seinen Zuschuss lange nicht mehr erhöht

Ein weiterer Anteil kommt vom Land. Doch dieser Anteil reiche nicht, argumentieren die niedersächsischen Studentenwerke jetzt. Seit 2014 habe Niedersachsen seine Finanzhilfe nicht mehr angehoben, und nun habe die Landesregierung den Betrag auch für die nächsten drei Jahre festgeschrieben.

Das Problem sei, dass parallel die Ausgaben der Studentenwerke steigen würden, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke. Und das aus mehreren Gründen: Erstens seien sei 2014 die Personalkosten tarifbedingt um bis zu 20 Prozent gestiegen. Zweitens stieg die Anzahl der Studierenden in der gleichen Zeit um rund 19 Prozent.

Die Ostfalia in Wolfsburg: Die Studentenwerke befürchten, dass Unis und Hochschulen in Niedersachsen wegen der hohen Beiträge bald zu unattraktiv für Studierende werden. Quelle: Kevin Nobs

Die Unterstützung des Landes komme da nicht hinterher und betrage im Fall des Studentenwerks Ostniedersachsen inzwischen nur noch 8,7 Prozent der Einnahmen. Deshalb nun die Studenten durch noch höhere Beiträge oder angehobene Wohnheimmieten zur Kasse zu bitten, sei aber nicht fair, so Prof. Jörg Magull, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke. Das Studentenwerk Göttingen hat derweil ausgerechnet, dass für Ostniedersachsen im Wintersemester 2022/23 schon 110 Euro anfallen könnten.

Wolfsburg bräuchte dringend eine Mensa

„Als es vor einigen Jahren den Bedarf für ein neues Wohnheim gab, konnten wir uns keinen Neubau leisten – das musste ein Investor übernehmen“, erklärt Sonke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks Ostniedersachsen, die Auswirkungen des Geldmangels in Wolfsburg. „Auch eine Mensa bräuchten wir dringend, unser Bistro platzt aus allen Nähten. Ohne das nötige Geld vom Land können wir mit der Entwicklung des Hochschulstandorts Wolfsburg kaum Schritt halten.“

Um solche und ähnliche Verzweiflungstaten zu vermeiden, stellt die Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Studentenwerke nun handfeste Forderungen: Erstens soll die Finanzhilfe um 25 Prozent erhöht werden. Zweitens soll sie danach jedes Jahr automatisch um drei weitere Prozent steigen. Und zusätzlich soll ein Sonderprogramm für die Sanierung von Wohnheimen starten.

Von Frederike Müller

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