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Stadt Wolfsburg Schönes Fest trotz Corona: Clara Bache feierte 100. Geburtstag
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Schönes Fest trotz Corona: Clara Bache feierte 100. Geburtstag

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08:00 27.06.2020
Ein schöner Tag trotz Corona: Ihren 100. Geburtstag feierte Clara Bache jetzt im Emmaus-Heim. Quelle: Emmaus-Heim
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Hellwinkel

Feiern in Corona-Zeiten ist nicht einfach. Aber es kann trotzdem sehr schön sein. Das erlebte Clara Bache jetzt zu ihrem 100. Geburtstag im Emmaus-Heim. Mitarbeiterteam und Schwiegersohn hatten ihr einen wunderschöne Empfang in der Bibliothek bereitet.

Der Raum war liebevoll dekoriert und ein Geschenketisch war auch aufgebaut. Als die Jubilarin das alles sah, war ihre Freude riesengroß: „Und das alles soll für mich sein?“, fragte sie überrascht. Leitungskräfte, Mitarbeiter des Wohnbereichs und des Begleitenden Dienstes gratulierten herzlich.

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Blick auf ein bewegtes Leben

Clara Bache blickt auf ein bewegtes Leben zurück. „Das Leben meiner Schwiegermutter ist nicht immer leicht gewesen“, sagt Schwiegersohn Eduard Menth, der beim Empfang dabei war. Als eines von drei Kindern wurde Clara in einem kleinen Dorf in Schlesien geboren.

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg zog sie berufsbedingt nach Berlin. Hier kam 1940 auch ihre einzige Tochter Margot zur Welt. Als immer mehr Bomben auf die Hauptstadt flogen, machte sich die junge Frau zusammen mit Tochter und Mutter, die zwischenzeitlich ebenfalls in Berlin lebte, auf den Weg in Richtung Westen. In den Wirren des Krieges verlor sie den Vater ihrer Tochter aus den Augen.

Neuanfang in Heimerode

In Heimerode im Landkreis Goslar fasste die kleine Familie neu Fuß. Clara heiratete 1950 den Bergmann Willibald Bache. 1958 erfolgte der Umzug nach Wolfsburg, wo Ehemann Willibald Arbeit bei Volkswagen gefunden hatte. Nach dem Tod des Ehemanns und einer Verschlechterung ihrer Gesundheit, zog Clara Bache 2010 ins Emmaus-Heim. Drei Jahre später starb Tochter Margot.

Seitdem kümmert sich Schwiegersohn Eduard um die Seniorin und besucht sie regelmäßig. „Meine Schwiegermutter hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen, das hat sie geprägt“, so Menth. Trotz allem, sei sie immer positiv geblieben. „Das hat sie vermutlich 100 Jahre alt werden lassen.“

Von der Redaktion

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