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Stadt Wolfsburg Schlimme Vorwürfe gegen Rathaus-Mitarbeiter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schlimme Vorwürfe gegen Rathaus-Mitarbeiter
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00:28 22.04.2018
Das Wolfsburger Rathaus: Ein Mitarbeiter soll rassistische Äußerungen gemacht und den Hitlergruß gezeigt haben.
Das Wolfsburger Rathaus: Ein Mitarbeiter soll rassistische Äußerungen gemacht und den Hitlergruß gezeigt haben. Quelle: Kevin Nobs
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Wolfsburg

Gibt es in den Reihen der Wolfsburger Stadtverwaltung einen eklatanten Fall von Rassismus? Ein städtischer Mitarbeiter (Name ist der Redaktion bekannt) soll nach WAZ-Informationen fremdenfeindliche Bemerkungen unterster Schublade gegen Flüchtlinge gemacht und mindestens einmal den Hitlergruß gezeigt haben. Mit den Vorwürfen konfrontiert, bestätigte das Rathaus den Vorfall nicht – ein klares Dementi gab es aber ebenso wenig.

Erst kürzlich habe der Beschuldigte den erhobenen rechten Arm gezeigt – das ist in Deutschland per Gesetz verboten. Ein WAZ-Informant berichtet außerdem, dass der städtische Mitarbeiter seine Kollegen zumindest gerüchteweise manchmal auf diese Art begrüßt habe.

Geschmacklose Bemerkungen zur Flüchtlingskrise

Nicht weniger geschmacklos sollen auch Bemerkungen gewesen sein, die der Mann zu Beginn der Flüchtlingskrise gemacht habe. Demnach sollen Sätze wie dieser gefallen sein: „Mit einem Maschinengewehr könnte ich das Ganze hier ganz schnell stoppen.“ Für derlei Aussagen gibt es aber offenbar keinen Beleg.

Nach WAZ-Informationen liegen die Vorwürfe bei der Personalabteilung der Stadtverwaltung. Zu einer Reihe von konkreten Fragen zu dem Fall hieß es aus der Stadtpressestelle lediglich: „Die Stadt Wolfsburg äußert sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Personalfällen.“

Statement der Stadt

Sprecherin Elke Wichmann gab für das Rathaus folgendes Statement ab: „Die Stadt Wolfsburg wendet sich jedoch generell gegen jede Art von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und darauf bezogene Intoleranz. Deshalb werden weder rassistische Äußerungen noch rechtsradikale Meinungsbekundungen im Rahmen der Dienstausübung geduldet.“

Ob dies bedeutet, dass gegen den Mitarbeiter intern ermittelt wird oder ob er überhaupt noch auf seiner Stelle arbeitet, blieb indes unklar.

Fest steht, dass der Hitler-Gruß in Deutschland verboten ist. „Wenn wir von Straftaten hören, auch ohne erfolgte Anzeige, dann gehen wir dem nach“, sagte Polizeisprecher Sven-Marco Claus auf Nachfrage. Ob das auch in diesem Fall erfolgen muss, wird sich zeigen.

Von Kevin Nobs