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Stadt Wolfsburg Schlag gegen Einbrecherbande: Polizei-MEK verhaftet drei Tatverdächtige
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schlag gegen Einbrecherbande: Polizei-MEK verhaftet drei Tatverdächtige
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00:21 17.12.2018
Festnahme in Wolfsburg: Die Polizei verhaftete zwei Albaner, die für rund 50 Wohnungseinbrüche verantwortlich sein sollen. Quelle: Archiv/dpa (Symbolbild)
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Wolfsburg

Festnahme: Mobile Einsatzkräfte der Polizei verhafteten am Mittwochabend in Wolfsburg zwei Albaner (23 und 27), die für rund 50 Wohnungseinbrüche in der Region verantwortlich sein sollen. Die Männer gehören mutmaßlich einer größeren Diebesbande an, und könnten an der Planung von Raubzügen beteiligt gewesen sein.

Nach WAZ-Informationen wurden die Tatverdächtigen in einer Wohnung an der Braunschweiger Straße gefasst. Bei der Festnahme leisteten sie keinen Widerstand. Spezialkräfte der Polizeidirektion Braunschweig stellten in der Wohnungen mehrere Gegenstände sicher. Um was genau es sich handelte und ob sich darunter auch Beute befand, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht sagen.

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Intensive Ermittlungen hatten die Gifhorner Polizei auf die Spur geführt. Ein weiterer Mitfahrer aus dem Kosovo, hielt sich illegal in der Bundesrepublik auf und wurde ebenfalls festgenommen. Ermittler durchsuchten noch in der Nacht zu Donnerstag Wohnungen und Hotelzimmer im Landkreis Gifhorn.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig stellte am Donnerstag Untersuchungshaftbefehl gegen die Männer. Bereits im September war es der Ermittlungsgruppe gelungen, drei mutmaßliche Mittäter der Männer nach einer Vielzahl von Wohnungseinbrüchen festzunehmen. Diese sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Offenbar unbeeindruckt davon setzten die beiden jetzt verhafteten Albaner ihren Beutezug fort. Die Bande steht im Verdacht, mindestens 50 Wohnungseinbrüche in Wolfsburg, Gifhorn, Celle, Goslar, Uelzen, Lüneburg, Wolfsburg, Hameln, Hildesheim und der Region Hannover begangen zu haben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Wie Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter erklärte, sei das Verfahren höchst komplex. Allein die Feststellung der Identität der Verhafteten sei eine Herausforderung gewesen. Gleichwohl gehen die Ermittler davon aus, dass sie in diesem Fall Personen festgesetzt haben, die zumindest zum Teil für die Planung von Straftaten verantwortlich gewesen sein könnten.

Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, in dem den Männern die Taten nachgewiesen werden, könnten langjährige Haftstrafen verhängt werden, so ein Ermittler.

Von Michael Lieb