Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Nordkopf soll Quartier der Zukunft werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nordkopf soll Quartier der Zukunft werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:04 24.09.2019
Der Nordkopf soll zum Quartier der Zukunft werden: Kai-Uwe Hirschheide, Manfred Günterberg, Timo Herzberg und Dennis Weilmann (v.l.). Quelle: Gero Gerewitz
Nordkopf

Der Nordkopf soll zum Quartier der Zukunft werden. Der österreichische Projektentwickler Signa macht das schon in verschiedenen europäischen Städten und neuerdings sogar in New York. Nun will er in dem Bereich rund um den Hauptbahnhof mit den angrenzenden Arealen einen zukunftsweisenden Mix von Handel, Freizeit, Büros, Hotel und Wohnen ansiedeln –zusammen mit der Wolfsburg AG. Stadt und Volkswagen unterstützen das Projekt. Planungen und Gespräche dazu laufen bereits, gestern war Timo Herzberg, SIGNA-Chef von Deutschland, wieder im Rathaus bei Wirtschaftdezernent Dennis Weilmann und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.

Als Timo Herzberg das erste Mal nach Wolfsburg kam, fiel ihm eins sofort auf: Er vermisste Urbanität. Büroflächen, Wohnen, Freizeitangebote, Einzelhandel, Hotel, Gastronomie – all die Fragmente seien zwar vorhanden, „aber nicht miteinander vernetzt“, erklärt Herzberg. Diese Vernetzung wollen SIGNA, Stadt und Wolfsburg AG am Nordkopf umsetzen – gemeinsam mit den anliegenden Partnern wie Designer Outlets Wolfsburg (DOW) und dem Einzelhandel in der Porschestraße.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Die Strategie sei nicht weg- oder verdrängen, sondern gemeinsam an einem Strang ziehen. „Wir wollen keine schädliche Gentrifizierung, sondern positive Impulse setzen“, stellt Herzberg klar. SIGNA sieht sich bei dem Prozess als Schnittstelle, an der die Fäden zusammenlaufen.

Quartier der Zukunft: Die Pläne für den Nordkopf stehen. Quelle: Markus Wurzer

Und SIGNA sieht sich außerdem als Hauptinvestor am Nordkopf. Eine Summe im „hohen dreistelligen Millionenbetrag“ sei für die Umgestaltung nötig. Im Laufe der Gespräche werde man dann sehen, wie sich die Stadt an dem Projekt beteilige, erklären Dennis Weilmann und Kai-Uwe Hirschheide. Analyse und Gespräche mit allen Beteiligten sind in der aktuellen Phase des Projekts das A und O. Vier renommierte Planungsbüros wie die Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen konnten für einen Wettbewerb gewonnen werden.

SIGNA will nicht zehn Jahre diskutieren

Wann es dann mit der Umsetzung konkret los geht, da halten sich alle Beteiligten sehr bedeckt. Der Zeitrahmen sei Teil der laufenden Analyse. „Wir sind nach Wolfsburg gekommen, um schnellstmöglich unsere gemeinsamen Pläne umzusetzen und nicht, um zehn Jahre zu diskutieren“, erklärt Herzberg.

Volkswagen ist bei der Entwicklung des Nordkopfs ebenfalls mit im Boot. Um die enge Verbundenheit zwischen Stadt und dem Automobilkonzern auch optisch deutlich zu machen, ist eine Brücke über den Kanal im Gespräch. Wann und wohin die Brücke kommen könnte – da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Büroraum ist weiterhin stark gefragt

SIGNA plant außerdem Büro-Gebäude zwischen DOW und Schachtweg zu bauen. Der Bedarf an Büroraum sei nach wie vor groß, so Herzberg. Aber eine reine Büroturm-Siedlung sei nicht geplant. „Wir wollen ein komplettes Quartier entwickeln“, so der SIGNA-Chef für Deutschland. Dazu gehöre Wohnen genauso wie Freizeitangebote. Orte zu schaffen, an denen sich Menschen gern aufhalten, das sei SIGNA generell wichtig – auch am Nordkopf.

St.-Annen-Knoten: Vier Gremien bewilligten 160 000 Euro, damit die Planungen abgeschlossen werden können. Quelle: Sebastian Bisch

Zu den Flächen, die SIGNA entwickeln möchte, gehören die zahlreichen Parkplätze an der Heinrich-Nordhoff-Straße. Die sollen bebaut werden. VW-Mitarbeiter könnten sich aber darauf verlassen, dass dort weiterhin Parkmöglichkeiten in gleicher Zahl vorgehalten werden. Unterirdische oder mehrgeschossige Parkgaragen wären eine Lösung. Manfred Günterberg, Vorstand der Wolfsburg AG, verweist dabei auf bereits bestehende Parkhäuser an den VW-Wachen Ost und Sandkamp. „Das funktioniert bestens.“

Innovative Mobilitätslösungen sind gefragt

Auch in Sachen Verkehr setzt SIGNA auf innovative Mobilitätskonzepte wie autonomes Fahren. Wolfsburg sei da schon sehr weit, lobt Herzberg das Engagement der Stadt. Diese Offenheit sei ein Grund für den österreichischen Projektentwickler gewesen, nach Wolfsburg zu kommen, um dort einen Prototypen für neue Mobilität zu entwickeln. SIGNA setzt dabei auch auf Fahrrad und zu Fuß gehen. „Wir wissen natürlich, dass es in Wolfsburg eine hohe Affinität zum Auto gibt“, meint Herzberg schmunzelnd.

Nordhoffachse: Grünes Licht für Masterplanung

Vor einem Jahr gab die Politik der Verwaltung den Auftrag, den gesamten Raum zwischen St.-Annen-Knoten und A 39 neu zu gestalten und dabei die Mobilität im Auge zu haben. Am Ende soll es einen Masterplan für die so genannte Nordhoffachse geben. Dafür wurden 260.000 Euro bewilligt. Um diese Arbeit nun abzuschließen, so Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, sind weitere 160 000 Euro nötig. Über diese Summe stimmten gestern gleich mehrere Gremien in einer Sitzung ab: Die beiden Ortsräte Stadtmitte und Mitte-West stimmten einstimmig dafür, in Bauausschuss und Strategieausschuss gab es Mehrheiten, nur die Vertreter der AfD stimmten dagegen.

Innerhalb von wenigen Minuten war die Abstimmung erledigt, es gab keine Diskussion. „Das ging aber schnell“, wunderte sich Jens Tonskötter (PUG), der die gemeinsame Sondersitzung im Ratssitzungssaal leitete.

Büro AS+P aus Frankfurt wurde beauftragt

Ein Bewertungsgremium, dass aus Politik, Stadtverwaltung, Volkswagen und externen Fachberatern besteht, beauftragte nach einem mehrstufigen Verhandlungsverfahren das Büro AS+P (Albert Speer + Partner) aus Frankfurt, den ersten Planungsschritt zu unternehmen. Dazu gehören Erkundungs- und Entwurfsphase. Im Februar 2019 wurde dann der Mentorenkreis eingeführt, er begleitet die Planungen.

Am Ende entscheidet der Rat

Das Büro AS+P hat mittlerweile die Entwurfsphase beendet und soll ab Herbst mit der so genannten Ergebnisphase beauftragt werden – an deren Ende der Entwurf eines Masterplans steht. Voraussetzung, das es weitergeht: Die Stadt muss weiteres Geld dafür zur Verfügung stellen. Vier Gremien haben dafür gestern grünes Licht gegeben, am Ende entscheidet der Rat am 2. Oktober darüber.

Von Sylvia Telge

Noch immer läuft der Schäferhund, den die Polizei am Sonntag angeschossen hat, frei herum. Ein Sülfelder hat nun einen aufwendigen Plan erstellt, das verletzte Tier noch einzufangen.

24.09.2019

Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei zahllose Kinderpornos „mit abscheulichen Inhalten“ auf dem Computer des 45-Jährigen. Jetzt ist der Mann, der selbst zwei kleine Kinder hat, zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldzahlung verurteilt worden. Zudem wurden ihm dringend eine Therapie angeraten.

24.09.2019

In der Straße Zur Wildzähnecke haben Diebe ein Auto aufgebrochen und Tacho, Navi und das Lenkrad mitgehen lassen. Die Polizei hofft auf Zeugen.

24.09.2019