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Stadt Wolfsburg So heftig sind die Fahrgeschäfte auf dem Rummel 2019
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So heftig sind die Fahrgeschäfte auf dem Rummel 2019
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20:49 24.05.2019
Wer noch genug Luft hatte, kreischte: Das „Infinity“ ist nichts für Zartbesaitete. Quelle: Roland Hermstein
Allerpark

Gute Nachricht für Achterbahn-Fans: Der Wolfsburger Rummel hat seine Türen geöffnet und empfängt die Besucher mit ganz neuen Fahrgeschäften. WAZ-Volontärin Frederike Müller hat die spannendsten schon einmal ausprobiert – hier sind ihre Tipps:

Endlich wieder Rummel! Nachdem ich schon letztes Jahr einen großen Rummel-Test gemacht habe, bin ich doppelt gespannt auf das diesjährige Fest. Denn die Schausteller wollen sich dieses Jahr scheinbar selbst übertreffen und haben ein halbes Dutzend neuer Attraktionen mitgebracht.

Als Highlight haben sie dabei „Dr. Archibald“ angekündigt, ein Fahrgeschäft mit Virtual-Reality-Brille. Tatsächlich ist die Fahrt beeindruckend: Das Wägelchen fährt zwar auf Schienen durchs Gebäude, doch für mich sieht es aus, als sause es über Dinosaurierhälse und durch die Großstädte der Zukunft, denn die VR-Brille auf meinem Kopf gaukelt mir eine Zeitreise mit Indiana-Jones-Feeling vor. Die Geschichte um den verschwundenen Dr. Archibald ist zwar nicht besonders rund, aber die Technik lässt mich schnell darüber hinwegkommen. Außerdem ist „Dr. Archibald“ von den Wartebereichen bis hin zu den Tickets so liebevoll und aufwendig gestaltet, dass es einen ganz eigenen Charme hat.

Wilde Mäuse, Schleudersitze und Zeitreisen mit Virtual Reality: Die Schausteller, die zum diesjährigen Schützenfest angereist sind, haben einige Abenteuer im Gepäck. Die WAZ hat die neuen Fahrgeschäfte mal ausprobiert.

Eigentlich gibt es den „Dr. Archibald“ schon seit 1971, damals aber noch als normale Geisterbahn ohne virtuelle Realitäten. „Bis 1995 hieß sie noch Mammuthöhle“, erinnert sich Besucher Normen Weinrich. Der Vorsfelder kennt sich aus: Fahrgeschäfte sind sein großes Hobby, zu Hause bastelt er an Modellen von Achterbahnen und Schiffschaukeln. „Dr. Archibald“ hat es auch ihm angetan: „Ich bin schwer begeistert. Und mich zu begeistern, ist schwer!“

Sogar die wilde Maus ist noch wilder als 2018

Mit Weinrich und seinem Sohn Bennet (5) wage ich mich als nächstes in die Crazy Mouse. Sie erinnert zwar an die Wilde Maus vom Vorjahr, ist aber noch um einiges wilder. Die Tour ist die reinste Gebirgsfahrt und die Waggons drehen sich irrsinnig schnell um die eigene Achse. Trotzdem kann ich mich Bennet nach der Fahrt bei der einzig richtigen Frage nur anschließen: „Können wir nochmaaaal?“

Mein nächstes Ziel ist noch ein gutes Stück höher: Das Pendel „Infinity“ lässt die Fahrgäste auf 65 Meter Höhe schnellen, wo die Gondeln sich nicht nur drehen, sondern komplett Kopf stehen. „Das Gegengewicht am anderen Ende des Pendels ist aus Stahl“, erklärt mir Thomas Bronswyk vom Schaustellerverband munter. „Bei dem Radius würden Ihnen sonst die Wirbelsäule durchbrechen, wenn Sie ungebremst ins Tal sausen.“ Gut, dass er das erst nach meiner Fahrt erwähnt, denke ich und schlucke. Auch sonst wäre ich stark für eine Umbenennung von „Infinity“ in „Insanity“.

Regelrecht gemütlich sieht dagegen das Karussell mit dem niedlichen Namen „Hupferl“ aus. Aber Pustekuchen: Der Runde Käfig mit den Bänken am Rand dreht sich nicht nur, sondern ruckelt so heftig, dass ich unversehens von der Bank geschleudert werde und nur noch mit einer Hand am Geländer hänge. Bis mir meine junge Sitznachbarin den Trick verrät, mich mit einer Hand an der Sitzfläche festzukrallen, habe ich schon einige blaue Flecke kassiert.

Unser Fazit: Noch wahnsinniger als im letzten Jahr

Dieser Rummel ist wirklich noch um einige Umdrehungen heftiger und besser als der von 2018. Ich verlasse den Festplatz schließlich wankend, grinsend und mit ganz neuem Respekt vor meinem Fotografenkollegen, der mich sogar bis in den „Hupferl“ begleitet hat – mitsamt Fotoausrüstung.

Von Frederike Müller

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