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Stadt Wolfsburg Rettungsaktion: Katzenbaby an der A 39 ausgesetzt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rettungsaktion: Katzenbaby an der A 39 ausgesetzt
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00:24 28.06.2019
In Sicherheit: Die Tierhilfe Wolfsburg brachte das Kätzchen zu einer Pflegestelle. Quelle: Tierhilfe Wolfsburg
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Wolfsburg

Plüschig und hartnäckig: Ein neunwöchiges Kätzchen ist an der A 39 ausgesetzt worden und hat Schutz in einem Abwasserrohr gesucht. Die Tierhilfe Wolfsburg hat das Jungtier schließlich bergen können.

Die Katze verkroch sich in ein Abwasserrohr

Auf der Heimfahrt war dem Fallersleber Pärchen Melina Kubsch und Luca Bierbaum auf dem Gründreieck bei der Abfahrt Weyhausen „ein schwarzes Etwas mit Ohren“ aufgefallen, das sich als kleine Katze entpuppte. Kurzentschlossen fuhren die beiden von der Autobahn ab, im Bogen wieder zurück und hielten schließlich am Standstreifen – doch die Katze verzog sich auf der Suche nach Schutz in ein Abwasserrohr.

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Wie die Rettungsaktion lief, sehen Sie in unserer Bildergalerie – viel Spaß beim Durchblättern!

Zwei Fallersleber und die Tierhilfe haben an der Ausfahrt Weyhausen eine junge Katze eingetütet. Doch bis es soweit war, waren List, eine Falle und eine Portion Futter nötig.

Ein zufällig vorbeifahrender Rettungswagen hielt, und die Sanitäter boten ihre Hilfe und stärkere Taschenlampen an. „Es waren auch Tierfreunde“, berichtet Bierbaum. Zwar konnten die Helfer die Katze auch nicht hervorlocken, doch blieben sie für die nächsten zwei Stunden bei den beiden Fallerslebern stehen. „Ihr Auto war auffälliger als unseres“, erklärt Bierbaum. „Und es ist ja nicht ganz ungefährlich, so lange an der Autobahn zu stehen.“

„Sie war ganz ausgehungert“

Schließlich riefen die beiden die Wolfsburger Tierhilfe dazu. Mit einer Falle und etwas Futter lockte Claudia Gummert das Kätzchen im Handumdrehen aus seinem Versteck. „Sie war ganz ausgehungert“, berichtet Gummert. Da kam der Snack gerade recht. Den Einsatz der beiden Fallersleber lobt die Tierretterin in höchsten Tönen: „Wir finden es großartig, dass die beiden das gemacht haben. Anderenfalls wäre das Kätzchen wahrscheinlich überfahren worden oder womöglich verdurstet.“

Die kleine Katzendame sei nun wohlauf und sei zahm, trage aber keinen Chip unter der Haut. „Wir gehen davon aus, dass sie vom Seitenstreifen aus ausgesetzt wurde“, meint Gummert. „Keine Katze in dem Alter wäre da alleine hingegangen.“ Vorerst ist der Katzenwelpe in Vorsfelde in einer der Pflegestellen der Tierhilfe untergekommen, doch schon jetzt gibt es zahlreiche Bewerber, die sich als Adoptiveltern anbieten.

Kätzchen bekommt einen ganz besonderen Namen

Luca Bierbaum und seine Freundin sind leider nicht mit dabei. „Wir haben nur eine Mietwohnung und arbeiten beide in Vollzeit“, bedauert er. Doch besuchen wollen die beiden die Katze auf jeden Fall nochmal, schließlich haben sie sie auch schon getauft: „Pipe“, englisch für Rohr.

WAZ-Info: Tierhilfe Wolfsburg

Der Verein Tierhilfe Wolfsburg kümmert sich um ausgesetzte und vernachlässigte Tiere und bringt sie in Pflegestellen bei den Mitgliedern unter. In fünf Pflegestellen leben insgesamt knapp 50 Katzen – alleine die zweite Vorsitzende Jennifer Bastian beherbergt vorübergehend bis zu 30 davon. Wer „Pipe“ oder eine der anderen Katzen aufnehmen möchte, kann sich unter den Nummern (0 53 61) 3 07 07 75 und (01 76) 70 91 48 19 oder per Mail an tierhilfe.wolfsburg@t-online.de melden.

Von Frederike Müller