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Stadt Wolfsburg Rekord: 1100 Teilnehmer ziehen fürs Klima durch Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rekord: 1100 Teilnehmer ziehen fürs Klima durch Wolfsburg
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17:23 20.09.2019
Größte Wolfsburger Klima-Demo: Noch mehr Menschen als im März haben mitgemacht – und längst nicht nur Schüler. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Es ist Wolfsburgs sechste Fridays-for-Future-Demo und zugleich die größte: Rund 1100 Teilnehmer sind am Freitag wieder für bessere Klima-Politik durch die Stadt gezogen. Die Schüler werden mittlerweile unterstützt von älteren Generationen, der Kirche und Gewerkschaften. Die aktuelle Demo gehörte zu einer weltweiten Aktion: Greta Thunberg demonstrierte in New York – und in Deutschland fanden parallele Demos in über 500 Städten statt.

Mit Parolen wie „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“ oder „Bis es endlich jeder schnallt: Die Erde braucht den Regenwald“ zogen die Demonstranten vom Bahnhof bis zum Rathaus, machten dieses Mal aber einen großzügigen Umweg über Eichendorffschule, Neue Schule bis zur Lessingstraße.

1100 Teilnehmer – noch mehr als beim ersten Mal im März – sind am 20. September für bessere Klimapolitik durch die Stadt gelaufen.

Von den älteren Teilnehmern verabschiedeten sich einige schon früher von dem mehrstündigen Marsch, dafür kamen unterwegs noch Kinder und Jugendliche dazu, die erst ihren Schulschluss abgewartet hatten.

„Es war echt überwältigend!“

Insgesamt haben die Veranstalter 1100 Demonstranten gezählt – noch mehr als bei der ersten Fridays-for-Future-Demo im März. „Es war echt überwältigend“, meinte Mit-Organisator Robin Wagner (18) nach der Veranstaltung, der im Vorfeld eher mit 300 Teilnehmern gerechnet hatte. Besonders freut ihn, dass die Schüler von so vielen anderen Bürgern unterstützt wurden.

Ein immer wieder aufkommendes Thema waren die aktuellen Busplankürzungen der WVG. Nicht nur die Schüler äußerten ihren Unmut, auch Gerhard Chrost vom Naturschutzverband BUND forderte in seiner Ansprache, den Fahrplan nicht weiter auszudünnen. Statt ganze Linien zusammenzulegen und die Busse seltener fahren zu lassen, solle die WVG Kleinbusse oder Rufbusse einsetzen: „Erschöpft sich die ganze Fantasie der Verantwortlichen nur darin, den ÖPNV noch unattraktiver zu machen, als er eh schon ist?“

Auch stolze Eltern und Großeltern waren mit dabei

Auch einige „Grandparents for Future“ hatten sich ihrer Enkelgeneration angeschlossen. Und auch stolze Eltern waren mit dabei, zum Beispiel Claudia und Roland Voß aus Wolfsburg: „Wir finden es toll, dass es diese Jugendbewegung gibt. Die Jugendlichen haben zu Solidarität aufgerufen, da machen wir gerne mit.“

Verdi und evangelische Kirche mischen mit

Nicht weit entfernt liefen auch Verdi-Mitglieder mit und – zum ersten Mal – Vertreter des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. „Wir dachten uns, wir müssen auch mal Flagge zeigen“, meinte Aaron Finger. Alexander Peter ergänzte: „Die Umwelt und die Natur gehören zur Schöpfung. Und wir als Kirche haben die Aufgabe, die Schöpfung zu bewahren.“

Ärger um ein politisches Plakat

Während das Kirchen-Plakat, das die beiden trugen, gern geduldet wurde, gab es für zwei Vertreter der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) Ärger. Wie bei jeder der Fridays-for-Future-Demos hatten die Organisatoren zu Beginn darauf hingewiesen, dass jegliche Parteiwerbung unerwünscht sei. Als die beiden auch nach mehreren Aufforderungen ihr Banner nicht wegstecken wollten, schritt die Polizei ein. Erst als die Beamten die Personalien aufgenommen hatten, trollten sich die beiden Störenfriede.

WAZ-Info: Fridays for Future

Seit Monaten streiken weltweit Schüler freitags, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, oft während der Schulzeit. Die Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) geht auf eine Protestaktion der 16-jährigen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg zurück. Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte die Bewegung am 15. März 2019, als weltweit mehr als 1,7 Millionen Menschen an den Demonstrationen von FFF teilgenommen haben. Seitdem streiken auch Wolfsburger Schüler regelmäßig für den Klimaschutz.

Von Frederike Müller

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