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Stadt Wolfsburg Rekord: Rund 1900 Schüler kommen zur Ausbildungsplatzbörse
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rekord: Rund 1900 Schüler kommen zur Ausbildungsplatzbörse
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15:38 25.09.2019
Rappelvoll: Vor lauter Schülern und Infoständen war fast kein Durchkommen mehr möglich. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

71 Aussteller und etwa 1900 Schülerinnen und Schüler: Das ist die Rekordbilanz der dritten Ausbildungsplatzbörse in der Volkswagen-Arena. Wer sich in dem Gewusel Aufmerksamkeit verschaffen wollte, musste sich schon etwas Besonderes einfallen lassen.

Der Zoll zum Beispiel zog mit einem Raubkatzenfell Blicke auf sich, beim Autositz-Hersteller Sitech durften die Schüler auf dem Fahrersitz ein Rennspiel spielen, und Bäckerei Cadera lockte die Besucher mit leckeren Düften.

Trubel im Eventcenter der Volkswagen-Arena: Zur dritten Ausbildungsplatzbörse kamen so viele Schüler wie noch nie.

In diesem Jahr waren zum ersten Mal auch Hochschulen mit unter den Bildungsanbietern, zum Beispiel die Ostfalia oder die Otto-von-Guericke Business School aus Magdeburg. Sie zog die Jugendlichen quasi im Vorbeigehen in ein Experiment: Eine Kamera fing alle Gäste ein, die sich dem Stand näherten, und auf einem Bildschirm darunter konnten die Betreffen in Echtzeit verfolgen, wie die künstliche Intelligenz dahinter sie einschätzte.

Alter, Geschlecht, aber auch Emotionen las die Software erstaunlich genau ab. „So etwas wird im Marketing schon eingesetzt, um zu sehen, wie Kunden auf ein Produkt reagieren“, erklärte Nadja Reichling von der Business School. Das Institut bietet Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie an, allerdings als Studium neben dem Job oder eben der Ausbildung. „Wer ehrgeizig ist, schafft das“, meint Reichling.

Neu dabei: Journalismus als Berufsweg

Auch ganz neu mit dabei waren zwei journalistische Infostände: TV38 und der freie Journalist Falk Martin Drescher verdeutlichten, was es heutzutage heißt, ,etwas mit Medien’ zu machen. „Inzwischen macht der Journalist eigentlich alles gleichzeitig“, erklärte Drescher einer jungen Interessentin. „Schreiben, fotografieren und filmen.“ Um zu erfahren, ob der abwechslungsreiche Job etwas für sie sei, riet er der Schülerin zu Praktika.

100 Ausbildungswege, 90 duale Studiengänge

Um unter den 100 Ausbildungsberufen und 90 dualen Studiengängen den Überblick zu behalten, hatten die Schulklassen zuvor Ausstellungsverzeichnisse bekommen. Eine sinnvolle Maßnahme zum Beispiel für Hannes Hensel. Der 16-jährige Vorsfelder Schüler interessiert sich für eine Laufbahn als Koch und konnte so direkt den Stand des Leonardo-Hotels ansteuern. „Sehr gut strukturiert“ sei die Messe, fand er.

Schülerin äußert Kritik

Weniger begeistert war eine 15-Jährige aus Wolfsburg: „Ich war schon öfter auf diesen Messen. Aber meiner Meinung nach erfährt man hier nichts neues, was man nicht auch im Internet finden kann.“

Seit 2017 wächst die Messe jedes Mal

Doch entgegen dieser Bewertung wird die Azubi-Messe immer beliebter. Von 1600 Teilnehmern ist die Veranstaltung schon auf rund 1900 geklettert, und auch die Aussteller werden von Mal zu Mal mehr. Eingeladen werden sie von der Allianz für die Region, der Agentur für Arbeit, der Stadt und dem Jobcenter.

Schüler und Unternehmen lernen sich zwanglos kennen

„Diese Form des Kennenlernens nimmt den Schülern ihre Ängste“, ist Jürgen Klinge vom Jobcenter Wolfsburg überzeugt. Zwanglos mit Azubis ins Gespräch zu kommen, sei eben einfacher, als gleich eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen. Besonders für diejenigen, die neu hier sind: Etwa ein Drittel der vom Jobcenter zuletzt vermittelten Azubis seien Geflüchtete, so Klinge.

Bewerber konzentrieren sich immer noch auf VW

Außerdem könnten sich die Schüler hier nach einem Plan B umsehen, falls aus der eigentlich gewünschten Ausbildung nichts werde, meinte Petra Schmieta-Lüdtke vom Bildungsbüro der Stadt. „Das Problem ist, dass bei den Bewerbern immer als erstes eine Ausbildung bei VW im Fokus steht.“

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