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Stadt Wolfsburg Reizgas-Attacke „aus Spaß“ im Fahrstuhl
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Reizgas-Attacke „aus Spaß“ im Fahrstuhl
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00:21 24.03.2019
30 Tagessätze zu 15 Euro: Diese Strafe verhängte das Amtsgericht Wolfsburg für den unbedachten „Jux“.
30 Tagessätze zu 15 Euro: Diese Strafe verhängte das Amtsgericht Wolfsburg für den unbedachten „Jux“. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Sein fragwürdiger Sinn für Humor kam einen 42-jährigen Wolfsburger teuer zu stehen: „Aus Spaß“ hatte er im Fahrstuhl Reizgas versprüht und damit seine Nachbarn in Gesicht und Augen verletzt – dafür verurteilte ihn nun das Amtsgericht Wolfsburg.

Am Mittwoch musste sich der Wolfsburger (42) wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Letztendlich verurteilte ihn die Richterin wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen zu jeweils 15 Euro.

Tränende Augen und brennender Juckreiz

Der Angeklagte (42) hatte am Nachmittag des 20. April 2018 in dem Fahrstuhl eines Mehrfamilienhauses am Laagberg beim Herumalbern mit einem Bekannten „aus Spaß“ zwei Sprühstöße aus einer Reizgas-Dose versprüht. Mitbewohner des Hauses, die diesen Fahrstuhl wenig später ohne Vorwarnung betraten, litten infolgedessen unter tränenden Augen und brennendem Juckreiz im Gesicht. Unter den Opfern auch eine sehr betagte Frau, für die die Schädigungen und die Aufregung darüber gesundheitlich gefährlich wurden.

Von der Richterin zum Tathergang befragt, gestand der Angeklagte: „Naja wir hatten so’n paar Bier getrunken und denn kam die Scheißidee im Fahrstuhl. Mein Kumpel stand hinter mir und ich hab’ dann so aus Jux zwei Sprühstöße aus der Dose nach vorn gemacht.“ Zum Tatzeitpunkt waren die beiden Männer allein im Fahrstuhl. Erst als andere Mitbewohner des Mehrfamilienhauses kurze Zeit später den Fahrstuhl betraten, führte das noch in dem Fahrstuhl verbliebene Spray zu Reizungen der Augen und der Haut der unbeteiligten Opfer.

Staatsanwältin rügt: „wie ein 14-Jähriger“

„Sie sind 42 Jahre alt. Benommen haben Sie sich aber wie ein 14-Jähriger. Und auch ähnlich weit gedacht: nämlich gar nicht“, hielt die Staatsanwältin dem Angeklagten vor.

Auch die Richterin reagierte gereizt, da sie dem Angeklagten erst kürzlich in einem anderen Verfahren 60 Arbeitsstunden auferlegt hatte, die er jedoch nicht abgeleistet hatte. Die Anklage wurde dennoch von „gefährlicher“ in „fahrlässige“ Körperverletzung umgewandelt, da die geschädigten Personen zum Tatzeitpunkt noch gar nicht im Fahrstuhl gewesen waren.

Von swi