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Stadt Wolfsburg Rassismus-Skandal bei Länderspiel: Zwei Pöbler bleiben straffrei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rassismus-Skandal bei Länderspiel: Zwei Pöbler bleiben straffrei
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06:22 15.05.2019
Szenen vom besagten Länderspiel: Hier kämpft Deutschlands Leroy Sané, der von Fans beleidigt wurde, gegen vier Serben. Quelle: dpa
Wolfsburg

Ein hinreichender Tatverdacht ist laut der Staatsanwaltschaft Braunschweig nicht gegeben. Ein weiterer Beschuldigter, der „Heil Hitler“ gerufen hatte, muss allerdings mit einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro rechnen. Die Staatsanwaltschaft begründet ihre Abschlussentscheidung zu dem Rassismus-Skandal-Fall auch damit, dass die beiden Beschuldigten die Beleidigungen zugegeben haben. Eine weitere zielte offenbar in Richtung des Bundestrainers, den sie als „Schwuchtel-Löw“ betitelt haben sollen. Ein strafbares Verhalten sei ihnen jedoch nicht nachzuweisen.

Strafbefehl beim Amtsgericht beantragt

Gegen den dritten Beschuldigten wurde wegen des Skandierens der Parole „Sieg Heil!“ der Erlass eines Strafbefehls beim Amtsgericht Wolfsburg beantragt. Die Staatsanwaltschaft hat darin beantragt, gegen den Beschuldigten eine Geldstrafe von 2400 Euro zu verhängen.

Vor gut einem Monat hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die drei Männer aus Wolfsburg und Braunschweig im Alter von 28, 32 und 42 (zwei sind Eintracht-Braunschweig-Fans, einer VfL-Wolfsburg-Anhänger) aufgenommen. Die Strafverfolgungsbehörde prüfte vor der Abschlussentscheidung unter anderem die Vorwürfe der Volksverhetzung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Beleidigung.

Journalist brachte Affäre ins Rollen

Bei einer Vernehmung hatten sie zugegeben, einige Spieler als „Neger“, „Bimbo“ oder „Türke“ betitelt zu haben. Dies sei jedoch ohne rassistischen Hintergrund geschehen, man habe sich nur über die Leistung der Spieler geärgert. Volksverhetzende oder rechtspopulistische Absichten stellten sie in Abrede. Die Affäre ins Rollen gebracht hatte der Journalist André Voigt, der ein Video veröffentlicht hatte, in dem er von verbalen Ausfällen einiger Zuschauer während der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien berichtetet hatte.

Von der Redaktion

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