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Stadt Wolfsburg Prügel in der Kneipe: Angeklagter freigesprochen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prügel in der Kneipe: Angeklagter freigesprochen
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12:00 20.12.2018
Amtsgericht: Ein Wolfsburger wurde vom Vorwurf der schweren Körperverletzung freigesprochen. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein, wenn nachts um 4.51 Uhr Alkohol im Spiel ist…

Anlass für den Streit war der in einem anderen Verfahren zu klärende Vorwurf sexueller Belästigung: Angeblich hatte der aus Afrika stammende und inzwischen in Wolfsburg lebende 45-Jährige eine Frau belästigt, die mit am Kneipentisch des Angeklagten saß.

Ab hier wurden jedoch die Zeugenaussagen interessant: Keiner der gehörten Zeugen – und auch nicht der Angeklagte selbst – hatten die angebliche Belästigung der Frau mit eigenen Augen tatsächlich beobachtet.

Der Angeklagte gab an, während der besagten Schlägerei auf der Toilette gewesen zu sein. Erst als er von der Toilette zurückgekehrt sei, habe er gesehen, dass das Opfer offensichtlich geschlagen worden war und ein Zahn fehlte.

Ein unbeteiligter Beobachter bekräftigte die Unschuldsvermutung für den Angeklagten, indem er als Zeuge aussagte: „Nein, der war das, glaube ich, nicht. Der, der zugeschlagen hat, war kleiner.“

Dies bestätigte auch das Opfer der Schlägerei, als der Richter ihn fragte: „Schauen Sie den Angeklagten bitte an – hat dieser Mann Sie geschlagen?“ Es folgte ein klares und deutliches „Nein.“ Damit blieb der Staatsanwaltschaft nur noch die Forderung nach einem Freispruch, den dann auch das Urteil im Namen des Volkes ergab.

Die Suche nach dem tatsächlichen – vermutlich kleineren – Täter, dem Bekannten eines Freundes des Angeklagten, ist bisher erfolglos geblieben. Seit Oktober 2017 wird dieser polizeilich gesucht, der Aufenthaltsort ist unbekannt.

Zu klären bleibt in dieser Angelegenheit darüber hinaus auch noch die vermeintliche sexuelle Belästigung der Frau durch das Opfer, die überhaupt erst den Anlass für diese Schlägerei geliefert hatte. Die Anklage und Aufklärung erfolgt in einem gesonderten Verfahren.

Von der WAZ-Redaktion

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