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Stadt Wolfsburg Prozess gegen Ex-Polizeichef Podehl startet im September
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prozess gegen Ex-Polizeichef Podehl startet im September
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00:21 29.04.2019
Anklage Bestechlichkeit: Ex-Polizechef Hans-Ulrich Podehl muss vor Gericht. Quelle: dpa
Wolfsburg/Braunschweig

Im September beginnt der Prozess gegen den ehemaligen Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl. Bestechlichkeit wird dem heutigen Pensionär vorgeworfen – und damit kommt ein Strafmaß von sechs Monaten bis zu fünf Jahren in Frage. Fünf Verhandlungstage sind vorerst angesetzt und bisher neun Zeugen geladen, darunter einige hochrangige Polizeibeamte.

Erster Prozesstag ist am 2. September, das Verfahren zieht sich dann voraussichtlich bis zum 18. September. Ein Urteilsspruch wäre dann der Abschluss nach langem Hin- und Her. Bereits im Juli 2016 hatte Podehl seinen Posten als Polzeichef in Wolfsburg wegen eines anderen Verdachts räumen müssen und war dann von Herbst 2017 bis Sommer 2018 im Behördenstab der Polizeidirektion Braunschweig tätig.

Vorwurf der Nachstellung: Verfahren wurde eingestellt

2016 warf Kripo-Chefin Imke Krysta ihm vor, ihr nachgestellt zu haben. Strafrechtlich war das allerdings nicht von Bedeutung, bewiesen wurde nichts, das Verfahren wurde eingestellt – doch es folgte die nächste Klage.

Vorwurf der Bestechlichkeit: Oberlandesgericht erzwingt Prozess

Bereits im Herbst 2012 soll Podehl von einer ihm dienstlich nicht unterstellten Beamtin der Zentralen Polizeidirektion Hannover Gegenleistungen dafür verlangt haben, dass er ihr eine Karriere bei der Polizei ermöglicht. Auch diese Vorwürfe wollte das Landgericht nach monatelanger Prüfung eigentlich nicht verhandeln, das Oberlandesgericht entschied jedoch nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft, dass der Prozess aufgenommen werden muss. Grund sei ein „hinreichender Tatverdacht“ – was allerdings nicht heißt, dass ein Schuldspruch schon feststeht. Das Oberlandesgericht hatte seine Entscheidung nach Aktenlage getroffen. Jetzt werden Zeugen gehört.

Ursprünglich sollte die 1. große Strafkammer des Landgerichts verhandeln. Da diese jedoch ablehnte – und voreingenommen sein könnte – wird sich jetzt die 2. Kammer der Sache annehmen. Podehls Anwalt Thorsten Grunow will sich zurzeit nicht zur Sache äußern. Bereits 2018 hatte Grunow in einem Schreiben mitgeteilt, sein Mandant sehe dem Prozessbeginn mit gemischten Gefühlen entgegen. Das jahrelange Verfahren habe ihn belastet, andererseits wolle er aber alles dafür tun, seine Unschuld darzulegen.

Von Andrea Müller-Kudelka

Das Projekt unter der Trägerschaft des Kinder- und Jugendschutzbundes Wolfsburg geht weiter. Anmeldungen sind bis zum 19. Juni möglich.

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