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Stadt Wolfsburg Prozess gegen mutmaßlichen Drogenhändler aus Wolfsburg eingestellt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prozess gegen mutmaßlichen Drogenhändler aus Wolfsburg eingestellt
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20:00 17.04.2019
Verfahren am Landgericht eingestellt: Die Beweise gegen einen wegen Drogenhandels angeklagten Wolfsburger reichten nicht aus. Quelle: Steffen Schmidt
Braunschweig/Wolfsburg

Wegen Widersprüchen in der Aussage der Haupt-Belastungszeugin wurde der wegen Drogenhandels Angeklagte letztlich nur wegen des Besitzes einer geringfügigen Menge an Marihuana sowie des Anbaus von vier Cannabispflanzen auf dem heimischen Balkon zu einer Geldstrafe von insgesamt 1500 Euro verurteilt.

Dem 38-Jährigen war ursprünglich vorgeworfen worden, zwischen Januar 2015 und Dezember 2016 monatlich die Menge von einem Kilo Marihuana, 500 Gramm Amphetaminen und 100 Ecstasy-Pillen auf Kommission erworben und anschließend weiterverkauft zu haben. Der ebenfalls aus Wolfsburg stammende mutmaßliche Lieferant des Angeklagten war bereits in einem früheren Verfahren zu einer Haftstrafe verurteilt worden und sitzt derzeit in der JVA ein.

„Soviel Geld habe ich mein ganzes Leben nicht gesehen“

Über Aussagen seiner damaligen Lebensgefährtin wurde die Polizei auf den Angeklagten aufmerksam. Bei der Durchsuchung der Wohnung in der Nordstadt fanden sie einen Joint sowie die vier Cannabis-Pflanzen.

Beides gab der Angeklagte vor Gericht auch zu. Er leugnete aber den weitaus schwereren Vorwurf des Drogenhandels. Er kenne den Angeklagten nur flüchtig. „Ich war vielleicht viermal in seiner Wohnung. Und soviel Geld, wie hier im Spiel ist, habe ich mein ganzes Leben nicht gesehen“, erklärte der 38-Jährige, der privatinsolvent ist und von Hartz IV lebt.

Auch der bereits verurteilte mutmaßliche Lieferant bestätigte diese Aussage. Er kenne den Angeklagten zwar, habe aber nie mit ihm Geschäfte gemacht. Im Rahmen seiner eigenen Verhandlung hatte er noch Gegenteiliges angegeben. „Damit meine Strafe geringer ausfällt“, verteidigte er sich.

Hauptzeugin kann sich an nichts erinnern

Seine Lebensgefährtin, auf deren Aussage die Anklage gegen den 38-jährigen Wolfsburger beruhte, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen. Ein ärztliches Attest bescheinigte, dass sie „ernsthaften gesundheitlichen Gefahren wie etwa Panikattacken“, ausgesetzt sein könnte, wenn sie in der Gegenwart des Angeklagten aussagen müsste.

Bei ihrer Aussage gab sie laut einer Gerichtssprecherin an, sich nicht mehr richtig an ihre früheren Angaben erinnern zu können. Sie wisse nicht mehr genau, wie sie auf die Anschuldigungen gekommen sei. Etwas gesehen habe sie nie. Nach dieser Aussage wurde das Verfahren wegen Drogenhandels eingestellt.

Von Steffen Schmidt

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