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Stadt Wolfsburg Handfester Streit zwischen Stallbesitzer und Reiterin landet vor Gericht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Handfester Streit zwischen Stallbesitzer und Reiterin landet vor Gericht
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17:50 26.11.2019
Fall vor dem Amtsgericht: Ein Stallbetreiber muss sich wegen Körperverletzung verantworten. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Der Streit um ein Pferd, der letztlich in einer Körperverletzung geendet haben soll, beschäftigte am Dienstag das Wolfsburger Amtsgericht. Angeklagt war ein Wolfsburger Stallbesitzer, der gemeinsam mit seiner Frau Pferde-Einstellplätze in einem Wolfsburger Stadtteil anbietet. Er soll die Klägerin mit der Faust an Rippen und Brustbein verletzt haben, als diese ihr Pferd von seinem Gelände abholen wollte. Fünf Zeugen trafen unterschiedliche Aussagen dazu, wie sich der Streit ereignet haben soll. Die Klägerin forderte ein Schmerzensgeld in Höhe von 600 Euro. Das Urteil steht noch aus. Die Prozessbeteiligten bekommen das Urteil in drei Wochen per Post zugestellt.

Pferdebesitzerin sollte auf Rechtsmittel verzichten

Ihrem Pferd sei es in dem Stall schlecht ergangen, erklärte die Pferdebesitzerin zu Beginn der Verhandlung. Unterbringen wollte sie es dort nicht mehr. Der Beklagte hingegen gab an, dass der Pferdebesitzerin der Stallplatz fristlos gekündigt worden sei. Gefolgt seien Auseinandersetzungen zwischen der Pferdebesitzerin und seiner Frau über Whatsapp. Auch über den Abholtermin des Tieres waren sich die Beteiligten offenbar nicht einig. „Als ich mein Pferd vom Auslauf holen wollte, wurde ich von der Stallbesitzerin dazu genötigt, ein Schriftstück zu unterschreiben“, sagte die Klägerin. Der Inhalt des Schreibens: Sie sollte auf weitere rechtliche Schritte gegen die Stallbetreiber verzichten. Die Unterschrift habe sie jedoch verweigert. „Daraufhin eskalierte der Streit“, berichtet ein Zeuge, der an diesem Tag das Tier auf den Pferdeanhänger verladen sollte. Auch er sei dabei von der Frau des Angeklagten provoziert worden, als er sich zwischen sie und die Pferdebesitzerin stellte.

Stallbetreiberin: Die Klägerin hielt keinen Sicherheitsabstand ein

Die Stallbetreiberin, ebenfalls als Zeugin geladen, hat eine andere Erinnerung an den Vorfall: Sie habe auf die verweigerte Unterschrift gar nicht reagiert. Erst als ihr die Klägerin zu nahe kam und keinen Sicherheitsabstand mehr zu ihr eingehalten habe, habe sie die Pferdebesitzerin „weggeschubst“.

Beklagter soll Klägerin mit der Faust verletzt haben

Die Klägerin erhebt weitere Vorwürfe gegen die Stallbetreiberin. „Als ich mein Pferd holen wollte, hat sie mir und meinem Pferd ein Bein gestellt. Ich habe sie gefragt, ob sie einen an der Klatsche hat“, sagt sie. Dann sei die Frau des Beklagten in sie hineingesprungen und habe sie angeschrien. Kurze Zeit später habe ihr dann der Beklagte die ausgestreckte Faust in den Oberkörper gerammt. Dadurch habe sie Prellungen am Brustbein und an den Rippen erlitten.

Zeugin belastet sich selbst

Im nächsten Moment habe sie ihre Mutter am Boden liegen sehen, die Hände schützend vor das Gesicht gehalten, während der Angeklagte mit einer Holzlatte zum Schlag habe ausholen wollen. Der Beklagte entgegnet: Die Holzlatte hätte die Mutter der Klägerin zuerst in den Händen gehalten. „Sie wollte damit auf mich losgehen“. Erst daraufhin habe er sie weggeschubst. Auch wie sich seine Frau und die Klägerin im Vorfeld gestritten hätten, habe er beobachtet. „Das war halt Frauengezanke“, sagt er.

Stallbesitzerin wurde vorab fristlos gekündigt

Die Mutter der Klägerin belastete sich mit ihrer Aussage selbst: Sie gab an, dass sie mit der Holzlatte ihre Tochter verteidigen wollte. „Ich habe den Mann auf mein Kind zulaufen sehen. Vorher habe ich mich gebückt und geschrien ,Fass’ meine Tochter nicht an’“. Außerdem habe sie Angst gehabt, dass ihnen das Pferd nicht ausgehändigt wird. Die Stallbesitzerin habe bei der Abholung des Tieres gerufen, dass sie das Pferd nicht hergeben wolle. Auch im Vorfeld sei damit gedroht worden. Das jedoch bestritt die Stallbesitzerin.

Richterin versucht zu schlichten

Die Richterin hatte in der Verhandlung mehrere Versuche unternommen, die Parteien dazu zu bewegen, sich gütlich zu einigen. Davon sah die Klägerin jedoch ab. Sie will den Fall auf dem Rechtsweg klären.

Von Nina Schacht

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