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Stadt Wolfsburg Protestnote für Jens Spahn erreicht Klinikum in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Protestnote für Jens Spahn erreicht Klinikum in Wolfsburg
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00:19 24.03.2019
„Olympischer Brief“: Die Protest-Aktion für Reformen in der Pflege erreicht  das Klinikum.
„Olympischer Brief“: Die Protest-Aktion für Reformen in der Pflege erreicht das Klinikum. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Der „Olympische Brief“ erreicht am Donnerstag, 28. März, Wolfsburg. Es ist die erste gemeinsame Aktion der mehr als 20 Bündnisse, die bundesweit gegen den Pflegenotstand aktiv sind. Seit Anfang Januar ist die jetzt fast 200 Meter lange Schriftrolle unterwegs durch Deutschland.

Es sei mehr als eine Unterschriftensammlung, heißt es von den Organisatoren. „Der Olympische Brief sendet eine Botschaft von Krankenhaus zu Krankenhaus, von Stadt zu Stadt. Wir stehen zusammen. Wir nehmen die Zustände nicht länger hin.“

Übergabe in Leipzig

Die Schriftrolle soll bei der Gesundheitsministerkonferenz am 5. Juni in Leipzig an Jens Spahn übergeben werden. Auf ihr fordern alle Unterzeichnenden – Beschäftigte, Patienten, Angehörige, Unterstützer – die Finanzierung von Investitionen, die Abschaffung der Fallpauschalen und eine Personalbemessung orientiert am Bedarf.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Er soll die Schriftrolle bekommen. Quelle: dpa

JAV organisiert Aktion

Die Jugend-Auszubildenden-Vertretung (JAV) organisiert die Aktion auf dem Klieversberg. Krankenschwester Simona Netz sagt: „Die Pflegekräfte und andere Beschäftigte sind auch hier völlig überlastet und dies kann Patienten gefährden.“ Die durch das Gesundheitsministerium eingeführten Personaluntergrenzen brächten keine Entlastung, meint JAV-Vorsitzende Mandy Jäschke: „Spahns Mindestpflege reicht nicht.“ Netz ergänzt: „Ein Krankenhaus ist keine Fabrik – das muss endlich in die Köpfe der Verantwortlichen. Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung, nicht der Profit.“

Es sollen immer mehr werden

Der olympische Brief „steht dafür, dass wir überall im Land gegen den Pflegenotstand aktiv sind und dass wir immer mehr werden“, so das Credo. Ab 12.30 Uhr hofft die JAV auf viele Unterstützer, wenn sie den Brief am Haupteingang auf den Weg schickt. Am Freitag, 29. März, reist die Schriftrolle weiter zu Kollegen des Helios Klinikums in Uelzen.

Von Andrea Müller-Kudelka