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Stadt Wolfsburg Nachgefragt: Was die Umweltaktivisten wirklich wollen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nachgefragt: Was die Umweltaktivisten wirklich wollen
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22:42 13.08.2019
Protest gegen die Autobauer: Die Polizei nimmt die Umweltaktivisten fest. Die Räumung des Geländes lief ganz friedlich ab. Quelle: Foto: Sylvia Telge
Fallersleben

Der Klimawandel muss gestoppt werden. Und zwar sofort. Das sagen Umweltaktivisten und fordern deshalb eine Verkehrswende: Autofreie Innenstädte, Bus und Bahn zum Nulltarif. Um darauf aufmerksam zu machen, starteten Aktivisten, die aus ganz Deutschland kamen, gestern Protestaktionen in Wolfsburg: Sie blockierten einen Zug, der VW-Neuwagen transportierte, außerdem ketteten sie sich an Gleisen fest und seilten sich von der Bahnbrücke ab. „Der Klimawandel ist drastisch, deshalb müssen wir zu drastischen Aktionen greifen“, erklärte Tim.

Er gehörte zu den vier Aktivisten, die sich von der Brücke abgeseilt hatten – von dort gab er Interviews rund um die Aktion. Sie hätten genug zu essen und zu trinken. Das Klima liege ihnen am Herzen – Automobilbauer und -lobbyisten mögen sie nicht.

Lesen Sie auch: Die Protestaktion der Umweltaktivisten – der Ticker zum Nachlesen

Warum VW?

Dass die Gruppe gerade Volkswagen für ihren Protest ausgesucht habe, sei eher Zufall. Die Gruppe, die eine Verkehrswende fordert, sieht alle Autobauer kritisch. „Der zunehmende Autoverkehr bedroht immer stärker das Klima“, sagt sie. Auch E-Autos seien nicht die Lösung. Deren Produktion sei viel zu Rohstoff intensiv.

David gehörte auch zu den Aktivisten. Der 31-Jährige hatte sich an das VW-Zubringergleis gekettet. „Das mache ich zum ersten Mal“, verriet er der WAZ. Keine ungefährliche Sache, aber solch eine drastische Aktion sei nötig, weil der Klimawandel auch drastisch sei.

Protestierende aus ganz Deutschland haben einen Güterzug vor dem VW-Werk in Wolfsburg gestoppt. Einige Aktivisten haben sich an den Gleisen festgekettet, andere seilten sich über der Mittellandkanalbrücke ab. Die Bilder vom Protest.

Die Aktivisten ließen die Räumung der Gleise friedlich über sich ergehen. Da sie gefesselt waren und die Hände nicht frei hatten, nahmen sie ein Protestplakat in den Mund, um auf ihre Ziele aufmerksam zu machen. Alles bleib zwar friedlich bei der Aktion, aber die Polizei leitete trotzdem sofort Ermittlungen ein. Denn die Gruppe behinderte Zug- und Schifffahrtsverkehr. Außerdem könnte noch eine Nötigung des Lokführers hinzukommen.

Stellt VW Anzeige?

Ob Volkswagen eine Strafanzeige stellt, ist unklar. Auf jeden Fall erreichten die Aktivisten eine maximale Aufmerksamkeit mit ihrer Protestaktion an der Bahnstrecke. Viele Medien waren vor Ort und berichteten.

Von Sylvia Telge

Stundenlang blockierten Umweltaktivisten am Dienstag eine Zugstrecke ins VW-Werk und den Mittellandkanal. Erst ein Großaufgebot der Polizei beendete den Einsatz. Zeitgleich harrten einige Aktivisten noch im Globus in der Autostadt aus. Die Forderung der Demonstranten: Eine Verkehrswende vor dem Hintergrund des Klimawandels.

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