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Stadt Wolfsburg Protest gegen Sparpläne der AfD im Bereich Kultur
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Protest gegen Sparpläne der AfD im Bereich Kultur
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21:00 07.02.2018
Bürgerhalle: Die IG-Metall-Jugend protestierte vor Beginn in der Bürgerhalle und während der Sitzung gegen Rassismus.
Bürgerhalle: Die IG-Metall-Jugend protestierte vor Beginn in der Bürgerhalle und während der Sitzung gegen Rassismus. Quelle: IG Metall
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Wolfsburg

Gegen Rassismus protestierte die Jugend der IG Metall vor der Ratssitzung mit Transparenten in der Bürgerhalle – und stellte während der Bürgerfragestunde Anfragen zu Haushaltsanträgen der AfD. Dabei ging es um das Kulturzentrum Hallenbad und die italienische Konsularagentur.

Beiden, so die Meinung der AfD, sollte die Stadt Zuschüsse in Zeiten eines Sparhaushaltes streichen. Die Partei schlägt zudem vor, Räume im Hallenbad zu vermieten. Die IG Metall Jugend, unter anderem vertreten durch Ylenia Pisu und Lukas Ullrich, hoffte auf Gegenargumente – und erhielt sie. Stadträtin Iris Bothe teilte mit, seit 2012 gebe es vermehrt Zuzüge aus Italien. Allein 2017 seien 320 Italiener nach Wolfsburg gekommen. Sie erinnerte zudem an die Ratsresolution von 2014 für einen Erhalt der Konsularagentur, als die italienische Regierung sparen wollte. Fragen nach dem Stellenwert kultureller Beiträge beantwortet laut Bothe das Integrationskonzept – das gelte im übrigen nicht nur für Italiener.

Bürgerfragestunde: Vertreter der IG-Metall-Jugend wandten sich an die Verwaltung. Ihre Transparente musste die Gewerkschaft nach Mahnung des Vorsitzenden wieder einrollen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Dennis Weilmann sagte über Saunaclub und Lido im Hallenbad, beide trügen mit Erlösen aus Gastronomie und Eintrittsgeld zu den Einnahmen bei. „Vorteile einer Vermietung sind nicht ersichtlich.“ Ob der Platz im Saunaclub fürs Centro Italiano ausreiche, wie von der AfD vorgeschlagen, dürfe bezweifelt werden. Allerdings obliege eine Entscheidung dem Aufsichtsrat. Ratsvorsitzender Ralf Krüger verbat sich das Hissen von Transparenten im Saal und verwies darauf, dass eine Beratung der Anträge in den Fachausschüssen stattfinde. „Wir werden uns dort auch sehen“, so eine Vertreterin der Gewerkschaftsjugend.

Von Andrea Müller-Kudelka