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Stadt Wolfsburg Schüler entwickeln Ideen für Wohnen in der Zukunft
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schüler entwickeln Ideen für Wohnen in der Zukunft
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21:07 18.09.2019
Das neue Projekt von Wohnsionär heißt „Morgenstadt“: (v.l.) Herbert Haun, Anne-Katrin Wulkow, Sandra Meier, Arne Sewing, Joachim Franz. Quelle: Britta Schulze
Westhagen

Wie kann das Zusammenleben von Wolfsburgern schöner werden, wie soll es in Zukunft aussehen? Mit diesen und noch viel mehr Fragen beschäftigen sich junge Leute der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule in Westhagen bei dem Projekt „Wohnsionär“ der Neuland-Stiftung, das als Seminarfach seit fast fünf Jahren fest zum Unterrichtsplan gehört. Jetzt startet es in die vierte Staffel – das Thema: „Morgenstadt“, mit dem sich 24 Schüler in den nächsten zwei Jahren beschäftigen.

„Es geht um die Frage: Wie verändern sich die Wohnquartiere in Wolfsburg und welche Rolle können junge Leute dabei spielen““, erklärt Joachim Franz, der das Projekt zusammen mit Lehrerin Sandra Meier umsetzt. Diesmal geht es um den Laagberg. Gerade haben sich die Schüler, die aus verschiedenen Klassen kommen, getroffen, um Ideen für ihre künftige Arbeit zu sammeln. Bildung, alternative Lebensformen, kann Nachbarschaft auch digital über eine App funktionieren? Das sind nur einige Ansätze. Es gab außerdem Referate über das Baugebiet Steimker Gärten, in dem schon die ersten Häuser stehen, und das Bauprojekt Sonnenkamp, das noch in der Planung steckt.

Schüler entwickeln Ideen für ein besseres Zusammenleben

Ganz wichtig bei den Wohnsionären ist, die Schule zu verlassen, nach draußen zu gehen, vor Ort zu recherchieren, sich mit Gesprächspartnern treffen. Franz, Meier, aber auch die Neuland-Stiftung helfen bei der Vermittlung von Kontakten. „So sind interessante Gespräche zustande gekommen“, sagt Sandra Meier. Auch die beiden Oberbürgermeister Rolf Schnellecke und Klaus Mohrs standen den jungen Leuten schon Rede und Antwort.

„Das ist Lernen im realen Kontext“

Genau diese Arbeit schätzt Gesamtschuldirektor Arne Sewing an dem Projekt: „Das ist Lernen im realen Kontext.“ Dazu gehöre auch Scheitern. Aber auch, dass die Vorschläge Chance haben, umgesetzt zu werden. Die „Sonnenkamp“-Projektleiterin fragte zum Beispiel an, ob die Schüler Ideen hätten, wie die geplante Grünfläche aussehen könnte. Das motiviere die jungen Leute natürlich noch mehr bei ihrer Arbeit.

Das Wohnsinonär“-Projekt ist im Seminarfach angesiedelt, dass auf ein späteres Studium vorbereiten soll. Ziel dabei ist, das Schüler lernen, wissenschaftlich fundiert zu arbeiten. Und das tun sie. Am Ende gibt es immer eine Seminararbeit. Parallel zum „Morgenstadt“-Thema gibt es zurzeit noch ein zweites Wohnsionär-Thema an der Nordhoff-Gesamtschule: Es heißt „Tierglück“ und beleuchtet, wie Tiere das Leben in der Stadt verändern können und ob sie fürs Stadtmarketing wichtig sein kann. Auf Facebook gibt es mehr dazu.

Ein Projekt für alle Schulen

Die Neuland-Stiftung würde gern an weiteren oder sogar an allen Wolfsburger Schulen das Wohnsionär-Projekt ansiedeln, sagt Geschäftsführer Herbert Haun. Doch dazu fehle das Geld. Das Projekt sei „fester Bestandteil“ bei der Stiftung und es werde sich „weiter entwickeln“, ist Haun überzeugt.

Von Sylvia Telge

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