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Stadt Wolfsburg Polizei optimistisch: Bislang weniger Einbrüche
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Polizei optimistisch: Bislang weniger Einbrüche
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08:01 14.12.2019
„Wir leisten eine sehr gute Tatortarbeit“: Fachkommissariatsleiter Christoph Hänsel führt den aktuellen Rückgang bei den Einbruchszahlen auch auf Ermittlungserfolge zurück. Seine Leute zerschlugen vor einem Jahr eine Bande. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

Man soll das Jahr nicht vor Silvester loben, aber Kriminalhauptkommissar Christoph Hänsel ist vorsichtig optimistisch: Es sieht so aus, als würde es diesmal weniger Einbrüche geben als noch 2018. Auf die faule Haut legt sich der Leiter des für Einbrüche zuständigen Fachkommissariats der Gifhorner Polizei trotzdem nicht.

Die Kollegen aus Peine und Wolfsburg machen ähnliche Erfahrungen. Wolfsburg Polizeisprecher Thomas Figge spricht von einer „Entspannung“, ähnlich äußert sich Peines Polizeisprecherin Eileen Wenzel. „Wir haben tendenziell einen leichten Rückgang.“

Das sind die Fallzahlen der vergangenen Jahre

Dabei sind die Fallzahlen der vergangenen Jahre äußerst unterschiedlich. Die größten Schwankungen gibt es im Kreis Gifhorn. 2015 gab es 278 Taten, 2016 325, 2017 dann 197 und 2018 357. Konstanter geht es in Wolfsburg zu: 300 Fälle in 2015, 286 in 2016, 288 in 2017 und 249 in 2018. Im vergleichbaren Zeitraum ging es in Peine stetig nach unten: von 290 auf 287, 234 und 184. Die Aufklärungsquoten schwanken noch gewaltiger: Sie liegen je nach Region und Jahr zwischen unter zehn Prozent und – in einem Ausschlag – bei 37 Prozent.

Osteuropäische Bande zerschlagen

Die Fallzahlen-Entwicklung erklärt Hänsel auch mit der Arbeit seiner Kollegen. „Wir leisten eine sehr gute Tatortarbeit.“ Und vor einem Jahr schaffte es die Polizei unter Federführung von Hänsels Leuten, eine albanische Einbrecherbande zu zerschlagen. Inzwischen habe sich dank DNA-Treffer herausgestellt, dass diese bundesweit unterwegs war. „Wir können nicht ausschließen, dass dieser Ermittlungserfolg bei uns nachwirkt.“

Lieber einmal zu viel 110 wählen

Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass bald andere Täter in die Lücke nachrücken, und die dunkle Jahreszeit hält noch an. Hänsel appelliert deshalb weiter, sich nicht zu scheuen, die 110 zu wählen: „Wir sind darauf angewiesen, dass uns Bürger verdächtige Beobachtungen melden.“ Lieber einmal zu viel anrufen – und niemand müsse Angst haben, dass unbescholtene Bürger durch einen „Fehlalarm“ Ärger bekomme. Die Polizei gehe Hinweisen sorgfältig nach.

Wie erkennt man verdächtige Personen?

Hänsel ist klar, dass es Kommissar Nachbar schwer hat. Was sind verdächtige Fahrzeuge, die nicht in die Siedlung gehören? Sie seien nicht immer an fremden Kennzeichen zu erkennen. Es sei nicht immer so, dass osteuropäische Banden extra in die Region anreisen. „Die Täter können auch mit GF oder WOB unterwegs sein.“ Jene albanische Bande habe vor Ort „residiert“.

Und wer mögliche Objekte ausbaldowert, sehe nicht unbedingt so aus wie der Ganove aus dem Fernsehen, sagt Hänsel. Die Kundschafter seien durchaus unauffällig oder adrett gekleidet und frisiert.

Polizei will nicht locker lassen

Einbruchskriminalität bleibe ein Schwerpunktthema der Polizeiarbeit, versichert Hänsel. „Da ruhen wir uns nicht auf Erfolge aus.“ Und so werde die Polizei Streife fahren in Siedlungen und auch ansonsten Augen und Ohren aufhalten. „Sichtbar und unsichtbar.“

Hier gibt’s Rat und Hilfe

Sie wollen nicht auf Teufel komm raus verkaufen, sondern sie geben unabhängige Expertentipps, wie Hausbewohner effektiv gegen Einbrüche vorbeugen können: Die Polizeiinspektionen in Gifhorn, Peine und Wolfsburg haben spezielle Präventionsteams, deren Fachleute mit Bürgern Termine vereinbaren und sich vor Ort das Haus anschauen.

Gifhorn: Polizeioberkommissar Klaus Ahne, Tel. (0 53 71) 98 01 07.

Peine: Kriminalhauptkommissar Hinnerk Ahrens, Tel. (0 51 71) 99 91 11.

Wolfsburg: Kriminalhauptkommissar Mario Dedolf, Tel. (0 53 61) 4 64 61 07.

Von Dirk Reitmeister

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