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Stadt Wolfsburg Polizei hatte auch Rocker im Blick
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Polizei hatte auch Rocker im Blick
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22:55 19.07.2012
Schlag gegen Anabolika- und Drogenhandel: Verhaftet wurde auch der Nachtschicht-Betreiber (Bild oben). Quelle: Roland Hermstein
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Auch die Kontakte zur Wolfsburger Rocker-Szene spielten für die Polizei eine Rolle. Seit Monaten habe die Polizei die Szene speziell in Wolfsburg und Helmstedt beobachtet, sagte Axel Werner als Chef der Kriminalpolizei-Inspektion Braunschweig. Observierungen der Hells-Angels-Kneipe „Other Place 81“ im Kaufhof hätten zu dem Verdacht geführt, dass in der nahe gelegenen Disco „Nachtschicht“ der illegale Anabolika-Handel betrieben werde.

Gegen den Betreiber, einen 47-jährigen Geschäftsmann aus Ingolstadt, und seinen örtlichen Geschäftsführer (30) besorgten sich die Fahnder Haftbefehle, bevor sie am Mittwoch zuschlugen. Ergebnis: Allein in der „Nachtschicht“ wurden 2410 Ampullen Amphetamine und 55.000 Anabolika-Tabletten sichergestellt, beim Betreiber in Ingolstadt zudem 850.000 Bargeld in großen Scheinen.

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Dieser Mann habe laut Werner enge Kontakte zum aufgelösten Hannoverschen Hells-Angels-Charter gepflegt: „Er hatte Club-Insignien“, zudem eine Harley Davidson mit der von den Hells Angels verwendeten „81“ im Kennzeichen.

Nach Überzeugung der Fahnder sahen die regionalen Hells Angels und ihre Unterstützer „Red Devils“ die Nachtschicht als so etwas wie ihren Clubtreff an: „Sie mussten keinen Eintritt zahlen, tranken umsonst und hatten unbeschränkten Zugang zu allen Räumlichkeiten.“

Bei der Razzia im Rocker-Lokal im Kaufhof wurde allerdings nichts gefunden.