Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg „Politische Säuberung“: AfD wettert gegen IG Metall
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Politische Säuberung“: AfD wettert gegen IG Metall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:19 24.11.2019
„Die AfD stellt sich mit ihrer Politik eindeutig gegen unsere Werte wie Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität“: Hartwig Erb bleibt beim Standpunkt der Gewerkschaft. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Spaltung der Arbeitnehmerschaft, Radikalisierung und „politische Säuberung“ – das sind einige der Vorwürfe, die die Wolfsburger AfD gegen die IG Metall erhebt. Anlass dafür ist eine Äußerung des IG-Metall-Gewerkschaftssekretärs Joachim Fährmann.

Als die Ausstellung „Keine Alternative“ im Gewerkschaftshaus eröffnet wurde, hatte Fährmann dazu aufgerufen, sich inhaltlich mit der AfD auseinanderzusetzen, auch in Betrieben und in der Gewerkschaft. Im schlimmsten Fall seien allerdings drastischere Maßnahmen nötig: „Wenn es nicht anders geht, müssen aktive AfD-Kader raus aus der Organisation. Sie haben in der IG Metall nichts verloren, auch wenn der Weg durch die Instanzen schwierig ist“, so Fährmann weiter.

„Sie haben in der IG Metall nichts verloren“: Joachim Fährmann hat sich gegen AfD-Umtriebe in der Gewerkschaft ausgesprochen. Quelle: Photowerk

Thomas Schlick empört sich

Der Wolfsburger AfD-Politiker Thomas Schlick reagiert empört: Mit Ausrufezeichen nach fast jedem einzelnen Satz wirft er der IG Metall vor, gegen die AfD zu politisieren. „Die Gewerkschaft ist aber KEINE Partei!“, tobt Schlick, der selbst Gewerkschaftsmitglied ist. Teile der IG Metall sind in seinen Augen radikalisiert und könnten so einen Riss durch die Arbeitnehmerschaft ziehen.

Aufruf zu „politischen Säuberungen“? Thomas Schlick schimpft auf die Gewerkschaft. Quelle: Gero Gerewitz

Aber wie ist es eigentlich, könnte die IG Metall tatsächlich Mitglieder vor die Tür setzen, weil sie der AfD angehören? Priorität im Umgang mit AfD-Mitgliedern hat laut der Gewerkschaft die Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit, nicht Ausschluss oder Ausgrenzung. Anders liege der Fall aber, wenn sich Gewerkschaftsmitglieder offen rechtsextremistisch oder hetzerisch äußern. Wer so handele, müsse mit Konsequenzen rechnen.

Erb: Keine Zusammenarbeit mit rechtspopulistischen Parteien

Generell stehe die IG Metall mit ihren Werten für eine solidarische, offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft. Damit sei allerdings Schluss, sobald es um Rassismus und ähnliche Ressentiments gehe: „Nationalisten und Rechtsextremisten dürfen unsere Belegschaften nicht spalten“, verkündet die Gewerkschaft.

Mit rechtspopulistischen Parteien wie der AfD könne es deshalb keine Zusammenarbeit geben – das haben die Delegierten beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg einstimmig beschlossen. „Die AfD stellt sich mit ihrer Politik eindeutig gegen unsere Werte wie Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität“, stellt Wolfsburgs IG-Metall-Chef Hartwig Erb klar.

Von Frederike Müller

Das Phaeno ist 14 Jahre alt geworden. Und weil es sich alleine nicht so gut feiert, hat es zum Tag der offenen Tür geladen: Tausende Besucher genossen die Aktion.

24.11.2019

Hannah wurde geschlagen und gestalkt. Der WAZ berichtet die ehemalige Wolfsburgerin, was sie ertragen musste und wie sie der häuslichen Gewalt endlich entkam.

24.11.2019

Eine großartige Stimme und ein ebenbürtiger musikalischer Vortrag machten das Besondere der Lesung von Suzanne von Borsody aus. Die Geschichte kam dabei sehr gut zur Geltung.

24.11.2019