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Stadt Wolfsburg Ortsrat diskutiert Projekte für Höfe, Koch-Platz und Schillerstraße
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ortsrat diskutiert Projekte für Höfe, Koch-Platz und Schillerstraße
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23:16 29.05.2018
Sanierung der Höfe in der Innenstadt: 2010 entstand die Idee, jetzt steht der Rahmenplan. Quelle: Sebastian Bisch
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Innenstadt

Wechselbad der Gefühle im Innenstadt-Ortsrat: Begeistert kommentierten alle Fraktionen den Sanierungsrahmenplan für die denkmalgeschützten „Höfe“. Lob gab’s auch für die Umgestaltung des Robert-Koch-Platzes im Handwerkerviertel. Uneins sind sich die Fraktionen bei der Einführung von Tempo 30 auf den Hauptverkehrsstraßen der Stadtmitte.

Gutachten contra Gutachten

CDU und PUG hielten nicht viel von diesem Vorschlag von SPD und Grünen. Diese hoffen auf weniger Lärm und mehr Sicherheit. „Es gibt ganz unterschiedliche Gutachten“, sagte Jens Tönskötter – eines vom ADAC verweise zum Beispiel auf einen stärkeren Stickstoffausstoß. Uwe Conradt (Grüne) bestritt, dass das in diesem Fall greife – durch die Ampelschaltung könne man den Verkehrsfluss regeln, dann gebe es auch keine Staus. Jens Thurow (CDU) plädierte dafür, ein ähnlich angelegtes Landesprojekt abzuwarten. Genau das habe sie ja auf die Idee gebracht, einen Test für ein Jahr auch in Wolfsburg laufen zu lassen, bemerkte Katrin Weidmann (Grüne): „Es ist nicht für ewig.“ Und erstmal gehe es wahrscheinlich nur um die Schiller- und die Siemensstraße. Die Diskussion wurde schließlich abgebrochen, ein Beschluss auf August vertagt.

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Rahmenplan für die Höfe

Stadtplaner Marc Heinisch fasste 232 Seiten Sanierungs-Rahmenplan für die Höfe rund um den Goethepark zusammen und erhielt Beifall von allen. Schon bald sollen Rampen die Radwegverbindung verbessern, später könnte die Neuland Gebäude mit Balkonen erweitern und Fenster sanieren. Außerdem gibt’s Ideen für Bäume und Gärten. Ob die Mieten steigen, wollten Uwe Conradt (Grüne) und Bastian Zimmermann (Linke) von der Neuland wissen. Dort, wo Balkone angebaut werden, schon – bei einer reinen Sanierung aber nicht, hieß es. Eine große Hoffnung ist, dass die Schimmel-Probleme verschwinden.

Einstimmig sprach sich der Ortsrat für die weitere Planung der Quartiere im Sonnenkamp, für die geplante Umgestaltung am Robert-Koch-Platz (knapp 2 Millionen Euro) und nach kurzer Aufklärung auch für Brandschutzmaßnahmen im Alvar-Aalto-Keller (565.000 Euro) aus – sowie für den Antrag von SPD und PUG, dass die „Steimker Gärten“ ein eigener Stadtteil werden.

Von Andrea Müller-Kudelka

01.06.2018
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