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Stadt Wolfsburg Pfefferspray-Angriff: Wachmann wurde versetzt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Pfefferspray-Angriff: Wachmann wurde versetzt
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23:00 12.08.2015
Einsatz am Fallersleber Asylbewerberheim: Ein Wachmann wurde versetzt, die Ermittlungen der Polizei laufen weiter. Quelle: Photowerk (he)
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Zunächst hatte die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung gegen zwei Asylbewerber und zwei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma ermittelt. Einen der beiden Wachmänner trifft wohl keine Schuld, der andere hatte das Reizgas eingesetzt. „Der betroffene Mitarbeiter wird nicht mehr in Wolfsburg eingesetzt“, sagte gestern Stadtsprecher Andreas Carl.

Bei dem Vorfall am Dienstag nach 22 Uhr in dem Asylbewerberheim, in dem 156 Menschen aus 30 Nationen leben, ging es um laute Musik, die zwei Bewohner trotz Nachtruhe nicht leiser drehen wollten. Die Security schaltete ihnen daher den Strom ab. Nach Angaben des Heimbetreibers Human Care seien erst die Zimmerbewohner, dann vier bis sechs weitere Flüchtlinge auf die beiden Wachleute losgegangen. Einer habe sich mit Reizgas gewehrt - sieben Flüchtlinge wurden verletzt. Ein Großaufgebot von Rettungskräften, darunter das DRK, war vor Ort.

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Die Polizei ermittelt weiter, von wem der tätliche Angriff ursprünglich ausging. „Da steht Aussage gegen Aussage“, so Sprecher Thomas Figge.

Die Stadt, die Sicherheitsfirma und Human Care arbeiten den Vorfall gemeinsam auf. Für die Security soll es genauere Anweisungen für bestimmte Situationen geben. Stadtsprecher Carl: „Insbesondere die Deeskalation muss im Vordergrund stehen.“ Sicherheitsdienste seien in allen städtischen Sammelunterkünften im Einsatz.

kn